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Wird die NÖ Landesregierung die versprochene Solarstromförderung ausbezahlen?

18.02.2004

Auftragsvolumen für Gewerbebetriebe über mehrere Millionen Euro gefährdet

ja © Archiv
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Waldviertler Photovoltaikeinkaufsgemeinschaft traf sich in Vitis

Am Montag, den 9.2.2004, traf sich die Waldviertler Photovoltaikeinkaufsgemeinschaft im Gasthaus Pichler in Vitis, um über den aktuellen Stand der Ausschreibung und der Niederösterreichischen Photovoltaikförderung zu informieren. Die große Nachfrage nach Solarstromanlagen schlägt sich nicht nur bei der großen Besucherzahl von über 50 Interessierten sondern auch im Ausschreibungsvolumen nieder. So wird bereits über ein Auftragsvolumen von über 1,5 Millionen Euro verhandelt.

Für 2004 wurde eine eigene NÖ Photovoltaikförderung versprochen

Im Jänner 2003 wurde durch das Erreichen der 15 MW–Grenze des Ökostromgesetzes der weitere Ausbau der Solarstromanlagen behindert. Im Sommer wurde dann von der Niederösterreichischen Landesregierung eine eigene Photovoltaikförderung mit bis zu 3700 Euro pro Kilowatt Spitzenleistung in Aussicht gestellt und im Jänner 2004 auf der Homepage der Landesregierung http://www.noe.gv.at/Foerderungen/Umwelt.htm veröffentlicht. Mit der Direktförderung von 3700 Euro pro kWp wird ein wirtschaftlicher Betrieb, auch ohne einen Einspeisetarif von 60cent pro kWh ermöglicht. Die Fördergelder sollten aus den Zuweisungen für die Bundesländer aus dem Ökostromtopf finanziert werden. Die Weigerung von 4 Landeshauptleuten die Aufschläge für Erneuerbare Energie im Jahr 2004 zu erhöhen führt dazu, dass die Geldmittel aber nun auf dem Niveau von 2003 eingefroren wurden und die Zuweisungen für die Bundesländer nicht mehr gesichert sind.
Die Niederösterreichische Landesregierung informiert nun die Fördereinreicher, dass die geplante Förderung eventuell nur zu 75% der geplanten Höhe ausbezahlt werden oder sogar ganz ausfallen könnte, wenn das Land keine Finanzmittel aus dem Ökostromtopf erhält. Dies sorgte für Aufregung bei den Anwesenden, die zur Absicherung der NÖ Photovoltaikförderung eine Ersatzfinanzierung durch das Land Niederösterreich forderten. Auch zahlreiche Vertreter von Produktionsfirmen und Installationsunternehmen machten mehrmals darauf aufmerksam, dass durch den Zusammenbruch des Marktes für Photovoltaik in Österreich zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet werden. Herr LH Erwin Pröll und Herr LR Wolfgang Sobotka haben im letzten Wahlkampf Hilfe für die Niederösterreichischen Photovoltaikarbeitsplätze zugesagt. Aus diesem Grund erwarten sich die zukünftigen Solarstromproduzenten die Ausbezahlung der Förderung in voller Höhe, damit die geplanten Projekte umgesetzt werden können, statt einer weitere Gefährdung zahlreicher Arbeitsplätze.

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18.02.2004 | Autor*in: litschauer
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