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Windkraft in Kärnten und Oberösterreich: Zwischen Beschleunigungs-, Ausschluss- und der restriktivsten Verbotszone Österreichs

14.12.2025

99,923 Prozent der Kärntner Landesfläche als Wind-Ausschlusszonen

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Windkraft © Sam Forson pexels.com
Zu Begutachtungsende der Zonenausweisung für Windkraft: Kärnten und Oberösterreich sind die ersten Bundesländer, die Beschleunigungsgebiete planen - im Süden Österreichs bilden diese aber nur eine verfügbare Fläche im Promille-Bereich ab. 99,923 Prozent der Kärntner Landesfläche sollen als Wind-Ausschlusszonen gelten. Oberösterreich ist im Vergleich ambitionierter, während kolportiere, raumgreifende Ausschlussgebiete aber weiter intransparent bleiben. Die EU-Kommission hatte zuletzt vorgeschlagen, die Ausweisung großer Ausschlusszonen im Hinblick auf eine saubere, sichere und günstige Energieversorgung zu untersagen.

12.12.2025 „Politische Kompromisse sind wichtig. Der Ausbau heimischer und sicherer Energieversorgung, auch im Sinne der Energiewende, sollte aber nicht schlechten Kompromissen geopfert werden. Das Vorgehen in Kärnten ist das restriktivste in ganz Österreich und sachlich überraschend wenig begründet. Hinzu kommt, dass die mangelhafte EU-rechtliche Umsetzung dazu führen kann, dass der Europäische Gerichtshof ein Verfahren gegen Österreich einleitet", so IGW-Geschäftsführer Florian Maringer.
 

Nur 0,77 Promille der Landesfläche (oder 0,077 Prozent) weist das Bundesland Kärnten als Windkraft-Beschleunigungsflächen bzw. Windkraftzonen aus. Wobei der absolute Großteil dieser 730 Hektar an hypothetischer Auswahl-Fläche wohlgemerkt weiter als Ackerland, Waldgebiet oder Wiese genutzt werden kann. Denn ein Windrad verbraucht nur einen winzigen Bruchteil davon. „In Kärnten bewegen wir uns dennoch im verschwindenden Minimalst-Bereich.“
 

Bewusst niedriger Energiebedarf angesetzt?
 

Das Land hat den Kärntner Energiebedarf als sehr niedrig definiert. Das ermöglicht eine unrealistisch kleine Auswahl des notwendigen Ausbaus. Dabei schreibt in der energiewirtschaftlichen Darstellung auch die zuständige Unterabteilung der Kärntner Landesregierung: Werde neben Wasserkraft nicht auch die Windkraft forciert, steige insbesondere im Winter die Import-Abhängigkeit. Dies berge das Risiko steigender Energiekosten, da bereits heute die Strompreise in den Wintermonaten deutlich höher sind als im Sommer. Ein gezielter Ausbau der Windkraft kann diesem Trend entgegenwirken und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft, insbesondere auch der energieintensiven Industrie im Land, stärken. Ein Urteil, das von allen Expert:innen geteilt wird. Denn Windenergie erzeugt gerade dann, wenn Österreich massiv von teuren Gasimporten abhängig ist, sichere und günstige Energie: im Winter.
 

Auch Repowering wird praktisch verunmöglicht
 

Neben dem verbotenen Neubau in Kärnten ist auch das Repowering von bereits existierenden Windkraftanlagen außerhalb der definierten Minimalzonierung auf eine Erhöhung von maximal 30 Prozent begrenzt. Das hat zur Folge, dass selbst an dem einen verbleibenden, existierenden Standort außerhalb der Zone keine neuen und noch leistungsstärkeren Windräder möglich sind.
 

Zusammengefasst wird mit der Kärntner Planung also eine doppelte Bremse gezogen: Man weist nur winzige Beschleunigungsgebiete aus und stellt gleichzeitig sicher, dass das gesamte restliche Potenzial durch unzumutbare Auflagen (Totalverbot für Neubau, 30 %-Regel für Repowering) auf Null gesetzt wird. Das lässt bis auf weiteres faktisch keinen weiteren Ausbau der sicheren und günstigen Energieversorgung zu.
 

EU-Kommission mahnt, nicht raumgreifend Gebiete zu sperren
 

Das alles ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Europäischen Kommission in ihrem Vorschlag zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren explizit vorsieht, dass die Mitgliedstaaten künftig keine großflächigen Ausschlusszonen für Erneuerbare-Energien-Anlagen ausweisen sollen – außer in besonders schutzwürdigen Gebieten. Dies stellt derart faktische Windenergie-Verbote ohne Grundlage in Kärnten infrage.
 

Kärntner Ziel von 100 Prozent Erneuerbar zu jeder Zeit so nicht erreichbar
 

Die IG Windkraft betont erneut, dass eine deutliche Ausweitung der für Windkraft vorgesehenen Beschleunigungsgebiete notwendig ist, um die Energiewende-Ziele realistisch erreichen zu können. Eine rechtssichere und zukunftsorientierte Landesgesetzgebung schafft Investitionssicherheit, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit für ganz Kärnten. Gerade die „Winterstromlücke“ und der steigende Strombedarf sind ohne Windkraft nicht zu decken.
 

In Oberösterreich auch neutrale Zonen
 

Auch Oberösterreich wird nach Analyse seine energiepolitischen Ziele mit der derzeitigen Zonierung verfehlen, so die IG Windkraft. Positiv anzuführen ist jedoch, dass Oberösterreich zwischen Beschleunigungs- und Ausschlusszonen auch neutrale Zonen ausweisen will. Die Größe und Lage dieser Zonen ist derzeit aber nicht veröffentlicht. Es ist positiv hervorzuheben, dass ein umfangreicher Minderungsmaßnahmenkatalog für die Beschleunigungsgebiete mitveröffentlicht wurde. Denn nur durch die Verordnung adäquater Minderungsmaßnahmen kann eine umweltverträgliche Energiewende und ein rascher Ausbau der Windenergie in den Beschleunigungsgebieten realisiert werden.
 

Auch hier ist man derzeit nicht auf Zielkurs
 

Während das kommunizierte Ziel der oberösterreichischen Landesregierung für 2030 bei etwa 1.000 GWh an zusätzlichem Windstrom liegt, zeigt die IGW-Analyse, dass mit der aktuellen Zonierung bis 2030 rund 480 GWh fehlen, um dieses Ziel zu erfüllen. Selbst mit dem vorgeschlagenen Planungsfall des Begutachtungsentwurfs mit 750 GWh wird die eigene Zielsetzung bis 2030 der Landesregierung von 1.000 GWh um 250 GWh verfehlt.

Um das Landesziel zu erreichen, müssen zwingend zusätzlich breit akzeptierte und gut geeignete Projekte wie Sandl und andere Projekte, die derzeit in kolportierten Ausschlusszonen liegen, realisiert werden. Auch bleibt der südliche Teil des Bundeslandes, weiter komplett ausgenommen. Erneut fehlen fachliche Grundlagen für diese pauschalen Ausschlussflächen.
 

Industriebundesland braucht günstigen Strom
 

Zusammenfassend kann man sagen: Für die Absicherung des Industriestandortes Oberösterreich wäre zumindest eine Verdreifachung der vorgeschlagenen Flächenausweisung nötig und sinnvoll. Die weitere Entwicklung einer prosperierenden Industrie ist davon abhängig, ausreichend günstigen Strom zur Verfügung zu haben. Mit der restriktiven Ausweisung des vorgestellten Entwurfes wird eine günstige Stromversorgung in Oberösterreich konterkariert und der Industriestandort gefährdet.

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