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Wilde Wälder dienen dem Brandschutz

31.08.2026

ROBIN WOOD fordert als bestes Mittel gegen Brände strukturreiche, intakte Laubmischwälder wachsen zu lassen.

amely-Wald.jpg
© amely pixabay.com
Die Entnahme von mehr Totholz, neue Brandschneisen und der Ausbau des Wegenetzes sind hingegen keine wirksame Maßnahmen für den Brandschutz. Vielmehr müssen zur Prävention von Bränden Klimaschutz und Naturschutz im Wald Hand in Hand gehen.

Angesichts der dramatischen Flächenbrände in Südeuropa und auch in Deutschland warnen Forstwirtschaftsverbände wie die AGDW (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände) vor zu viel Totholz im Wald. 

„Der Wald der Zukunft braucht keine Ordnung, sondern Resilienz“, hält ROBIN WOOD-Waldreferentin Jana Ballenthien dagegen. „Maßnahmen zum Brandschutz müssen unseren Wald stärken, anstatt ihn zu schwächen.“

ROBIN WOOD fordert, mehr Totholz im Wald zu belassen. Denn abgestorbene Baumstämme und Äste speichern über lange Zeit Feuchtigkeit, halten den Boden kühl und schattig und sorgen für die Humusbildung. Sie bremsen dadurch das Feuer. Außerdem bieten sie Habitate für Pilze, Käfer und Mikroben – eine Voraussetzung für ein intaktes, widerstandsfähiges Ökosystem.

Zentral für den Brandschutz ist zudem eine Umwandlung von Nadelholzplantagen in artenreiche Laubmischwälder. Denn Monokulturen, etwa aus Kiefern oder Fichten, geraten schneller großflächig in Brand. Ihre ätherischen Öle und Harze wirken wie Brandbeschleuniger. Die Böden in Nadelholzmonokulturen sind trocken, die Nadelauflage am Boden brennt schnell.

Laubmischwälder hingegen haben feuchtere Böden, kühlen die Umgebung insgesamt herunter und verringern das Waldbrandrisiko erheblich. Obendrein liefern sie einen wichtigen Beitrag für mehr Artenvielfalt. 

Künftig noch Nadelholz-Monokulturen anzulegen, sollte nach Ansicht von ROBIN WOOD mitten in der Klimakrise nicht mehr als „ordnungsgemäße Waldwirtschaft“ im Sinne des Bundeswaldgesetz gelten und folglich unterbleiben.

Eine ökologische Waldwirtschaft schafft zur Brandprävention beides: Sie verursacht weniger klimaschädliche Emissionen, indem mehr Holz im Wald bleibt und sie leistet den Aufbau natürlicher Senken für das emittierte Kohlendioxid. Denn intakte Wälder und Böden binden CO2 aus der Atmosphäre und speichern es langfristig.

Eine Forstwirtschaft, die zu viel Holz aus dem Wald holt, das anschließend auch noch zu großen Teilen zum Heizen vorsätzlich verbrannt und verschwendet wird, befeuert die Klimakrise doppelt – eine Häufung von extremen Dürren und Großbränden kommt inklusive.
 
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