Wiener Post fährt elektrisch: Arnold Schwarzenegger startet CO₂-freie Post-Zustellung in Europas größter grüner Logistikmetropole
Wien - Ein historischer Schritt für die urbane Logistik in Europa: Die Österreichische Post AG hat ihre Zustellung in Wien vollständig auf E-Fahrzeuge und die Zustellung zu Fuß umgestellt. Damit erfolgt die sogenannte „letzte Meile“ in der Bundeshauptstadt ab sofort komplett CO₂-frei. Das ist ein Meilenstein, der Wien zur größten europäischen Metropole mit emissionsfreier Post-Zustellung macht.
Der offizielle Startschuss fiel am Wiener Heldenplatz im Beisein von Arnold Schwarzenegger, Initiator des Austrian World Summit, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Post-Generaldirektor Walter Oblin.
Schwarzenegger: „E-Mobilität ist ein entscheidender Zukunftspfad“
Arnold Schwarzenegger würdigte die Transformation der Post als internationales Signal für Klimaschutz und Innovation:
„Ich freue mich sehr, dass die Österreichische Post AG in diesem Jahr unseren AUSTRIAN WORLD SUMMIT unterstützt und in Österreich eine zentrale Rolle im Bereich Nachhaltigkeit einnimmt. Besonders der konsequente Ausbau einer elektrisch angetriebenen Logistik zeigt, wie ernst die Post den Weg in eine emissionsarme Zukunft nimmt. E-Mobilität ist weltweit ein entscheidender Zukunftspfad“, so Schwarzenegger.
Auch die Schwarzenegger Climate Initiative werde weiterhin konkrete Klimaschutzlösungen unterstützen.
Wirtschaft und Standort profitieren
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonte die strategische Bedeutung der Investition:
„Die Österreichische Post hat 32 Millionen Euro investiert, die größte E-Flotte Österreichs aufgebaut und Wien zur größten CO₂-freien Zustellmetropole Europas gemacht. Das ist wirtschaftliche Vernunft, die den Standort stärkt.“
Die Post setzt dabei vollständig auf österreichischen Ökostrom und reduziert Importabhängigkeiten im Energiebereich.
Wien auf Klimakurs
Auch die Stadt Wien sieht in der Umstellung einen wichtigen Baustein der städtischen Klimastrategie. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hob die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor hervor:
„Dass die Österreichische Post AG ihre Flotte post-fossil macht, ist ein bedeutender Beitrag zur Klimaneutralität und damit zum Erhalt der Lebensqualität in Wien.“
Seit 2005 sei der CO₂-Ausstoß der Stadt bereits deutlich gesunken. Die Post-Transformation setze diesen Weg konsequent fort.
1.000 E-Fahrzeuge, 2.300 Tonnen CO₂ Einsparung pro Jahr
Post-Generaldirektor Walter Oblin sprach von einem Meilenstein für die europäische Logistik:
„Mit der vollständigen Transformation unserer Zustellung in Wien setzen wir einen Meilenstein für elektrisch angetriebene Logistik in Europa.“
In Wien sind mittlerweile rund 1.000 E-Fahrzeuge im Einsatz, die jährlich etwa 2.300 Tonnen CO₂ einsparen. Insgesamt investieren die Post über 32 Millionen Euro in Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur.
Täglich sind mehr als 1.300 Zusteller:innen zu Fuß, mit E-Bikes, E-Mopeds oder E-Transportern unterwegs und legen dabei rund acht Millionen Kilometer pro Jahr elektrisch zurück.
Strom aus Sonne und erneuerbaren Quellen
Ein erheblicher Teil des Energiebedarfs wird bereits selbst erzeugt: Photovoltaikanlagen in Wien und Hagenbrunn liefern zusammen 5,9 MWp Leistung. Ergänzend wird ausschließlich Ökostrom aus österreichischer Produktion zugekauft.
Ausblick: Ganz Österreich soll folgen
Nach Wien plant die Österreichische Post den nächsten Schritt: Bis 2030 soll die gesamte letzte Meile in Österreich emissionsfrei erfolgen, mit E-Fahrzeugen oder zu Fuß. Damit könnte das Wiener Modell zum europaweiten Vorbild für urbane Logistik werden. Schon heute betreibt die Österreichische Post mit über 6.000 E-Fahrzeugen die mit Abstand größte E-Flotte des Landes.