Wien: 1.000 neue öffentliche E-Ladestellen geplant
Die Stadt Wien und Wien Energie setzen ihren Ausbaukurs in der Elektromobilität fort: In den nächsten Jahren entstehen bis zu 1.000 zusätzliche öffentliche E-Ladestellen im gesamten Stadtgebiet. Damit wird das bestehende Angebot erweitert. Geplant sind auch zehn weitere Schnellladeparks mit gebündelten Schnellladestationen. Die entsprechende Fortschreibung der Zusammenarbeit soll im zuständigen Mobilitätsausschuss beschlossen und anschließend in den Gremien von Wien Energie behandelt werden.
Schon jetzt befindet sich im Schnitt alle 400 Meter eine Ladestelle von Wien Energie. Mit dem Ausbau verkürzt sich diese Distanz auf rund 250 Meter. Laut Stadträtin Ulli Sima ist der Ausbau ein wichtiger Baustein für umweltfreundliche Mobilität – ergänzend zum starken Öffi- und Radwegeausbau. Das Ladenetz ist für alle Nutzerinnen und Nutzer von Elektrofahrzeugen offen.
Bedarfsgerechter Ausbau mit Fokus auf Versorgungssicherheit
Die neuen Ladestellen werden schrittweise und nach tatsächlichem Bedarf errichtet. Zunächst stehen Gebiete im Fokus, in denen es noch keine ausreichende, fußläufig erreichbare Grundversorgung gibt. Zusätzlich werden stark frequentierte Standorte gezielt verdichtet. Wo möglich, nutzt die Stadt Synergien mit laufenden Straßenbauprojekten, um effizient und ressourcenschonend auszubauen.
Mit Stand Jänner 2026 gibt es in Wien rund 4.030 öffentlich zugängliche Ladestellen, zwei Drittel davon betreibt Wien Energie. Neben Normalladestellen (11 kW) stehen Schnellladehubs zur Verfügung: Während das Laden für 300 Kilometer Reichweite an einer Normalladestation rund fünfeinhalb Stunden dauert, sind es bei 150-kW-Schnellladern etwa 30 Minuten. Ultra-Schnellladestationen mit bis zu 400 kW ermöglichen diese Reichweite in rund 15 Minuten.
Auch für Carsharing-Fahrzeuge der Wiener Linien „WienMobil“ sind zusätzliche eigene Ladepunkte vorgesehen.
Elektromobilität ist ein zentraler Bestandteil der Wiener Smart-Klima-Strategie. Laut dem Bundesverband Elektromobilität Österreich waren Anfang 2026 bereits 46.271 E-Pkw in Wien zugelassen – Tendenz steigend. NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner betont die Bedeutung eines dichten öffentlichen Ladenetzes als Voraussetzung für den Umstieg vom Verbrenner auf klimafreundliche E-Autos.
Der Ausbau basiert auf 100 Prozent Ökostrom. Durch die Stärkung regionaler erneuerbarer Energiequellen soll langfristig der gesamte Verkehrssektor Wiens – von Straßenbahnen über U-Bahnen bis hin zu E-Autos – mit erneuerbarer Energie versorgt werden.