Wie umweltbewusst ist Österreich?
Die repräsentative Studie basiert auf einer Befragung von mehr als 2.000 Personen ab 16 Jahren und beleuchtet Themen wie Klimawandel, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Umweltverschmutzung. Das Ergebnis: Rund zwei Drittel der Befragten unterstützen aktiv Umwelt- und Klimaschutz, während nur 8 Prozent diesen ablehnen. Besonders häufig werden Klimawandel, Bodenversiegelung und Extremwetter als drängende Herausforderungen genannt.
Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Umweltbewusstsein stark von den Lebensumständen abhängt. Einkommen, Wohnsituation und Mobilitätsmöglichkeiten bestimmen wesentlich, wie umweltfreundlich Menschen im Alltag handeln können. Auf Basis dieser Faktoren wurden sieben gesellschaftliche Milieus identifiziert, die unterschiedliche Handlungsspielräume und Einstellungen verdeutlichen.
Große Einigkeit besteht bei konkreten Maßnahmen: 86 Prozent befürworten die Förderung klimafreundlicher Technologien, 84 Prozent eine bessere Kennzeichnung nachhaltiger Produkte. Auch soziale Ausgleichsmaßnahmen finden breite Unterstützung – etwa Hilfen für einkommensschwächere Haushalte bei der Anpassung an den Klimawandel (83 Prozent). Ebenso sprechen sich 82 Prozent für Maßnahmen gegen Bodenversiegelung aus.
Differenzierter wird das Bild jedoch bei Maßnahmen, die mit höheren Kosten verbunden sind. Strengere Umweltauflagen oder steigende Preise für klimaschädliche Produkte stoßen in Teilen der Bevölkerung auf Skepsis – insbesondere dort, wo soziale Nachteile befürchtet werden. Die Studie zeigt damit auch, wie wichtig sozial ausgewogene und gut kommunizierte Klimapolitik ist.
Der Mensch-Umwelt-Monitor soll künftig regelmäßig erhoben werden und eine langfristige Datengrundlage liefern. Weitere vertiefende Analysen, etwa zu Klimawandel und Kreislaufwirtschaft, sind bereits angekündigt.