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Wertvolle Obst-Informationen im kostenlosen Streuobst-Wiki

06.12.2025

Führende Streuobstorganisationen präsentieren neues Online-Lexikon

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© condesign- pixabay.com / Regionales Obst
Schiltern – Für alle, die mehr über Streuobst wissen wollen, gibt es ab sofort ein neues kostenloses Online-Lexikon, das Streuobst-Wiki: geprüfte Forschungsergebnisse und bewährte Praxiserfahrungen zum Streuobstbau, als gemeinsames Projekt führender Streuobstorganisationen im deutschen Sprachraum. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Streuobstwiesen und andere Bestände zu erhalten und zukunftsfähig zu machen, damit sie weiterhin einen Beitrag zur Erzeugung gesunder, regionaler Lebensmittel und zur Förderung der Biodiversität leisten“, sagt der Obstexperte Bernd Kajtna von ARCHE NOAH.
 
Streuobstwiesen sind aus kulinarischer, ökonomischer und ökologischer Sicht wertvoll. Der Klimawandel setzt diese Kultur aber unter Druck. Organisationen aus Österreich und Deutschland bereiten nun nach dem Vorbild der Wikipedia Beiträge zu den unterschiedlichsten Themenfeldern auf und verweisen transparent auf ihre Quellen. So findet man im Streuobst-Wiki Informationen zu den Auswirkungen der Klimakrise, zu Baumarten, die besser mit Hitze oder Trockenheit umgehen, zu spätblühenden Birnensorten oder auch Hilfestellungen bei der Sortenwahl. Zu allen Beiträgen gibt es weiterführende Literaturangaben.

 
Die Autor:innen stellen ihr Wissen kostenlos zur Verfügung. „Wer ebenfalls Beiträge liefern kann, ist herzlich zur Mitarbeit eingeladen“, setzt Bernd Kajtna auf das Schwarmwissen. „Die weitere Entwicklung des Streuobst-Wiki lebt von Beiträgen aus der Obst-Community“. Neue Artikel werden von einem Redaktionsteam geprüft. Die Arbeit zum Aufbau und zur technischen Realisierung des Streuobst-Wiki wurden über das EU-Programm Erasmus+ gefördert. Die Koordination erfolgte durch ARCHE NOAH, die deutsche Oberlausitz-Stiftung und die deutsche Stiftung IBZ St. Marienthal. An der Erarbeitung des Wikis waren weiters beteiligt: Streuobst Österreich, BaumLand-Kampagne, Hochstamm e. V., Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau und die BUND Kreisgruppe Koblenz.


„Streuobstwiesen sind artenreiche, traditionelle Kulturlandschaften. Sie beherbergen tausende Sorten von Äpfeln, Birnen, Kirschen und Zwetschgen“, weiß Obst-Experte Bernd Kajtna. Diese Vielfalt ermöglicht eine große Bandbreite an Produkten – von Tafelobst bis zum Edelbrand. Gleichzeitig sichern die Wiesen den Erhalt genetischer Ressourcen für die Züchtung widerstandsfähiger künftiger Obstbestände.

 
Streuobstwiesen leisten weit mehr als nur die Produktion von Obst. Sie bringen Heu-, Holz- und Honigertrag, Bestäubung, Kohlenstoffbindung, Trinkwasser-, Erosions- und Hochwasserschutz oder Verbesserung des lokalen Kleinklimas. „Eine deutsche Untersuchung zeigt, dass allein die etwa 250.000 Hektar Streuobstwiesen in Deutschland über vier Milliarden Euro an monetär bewerteten Ökosystemleistungen erbringen“, belegt Bernd Kajtna von ARCHE NOAH den Wert der Streuobstwiesen.

 
Zum Streuobst-Wiki: streuobst-wiki.eu
Kontakt für ehrenamtliche Unterstützer:innen: info@streuobst-wiki.eu
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