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Wer ist schuld an der Klimakatastrophe?

25.04.2022

Seit einem halben Jahrhundert warnen Klima– und Umweltwissenschaftler vor der Klimakatastrophe. Doch die Kohlendioxidmenge, die Hauptursache der Katastrophe, geht weiter nach oben.

© Gerd Altmann pixabay.com
© Gerd Altmann pixabay.com
Als ich vor 30 Jahren die ersten Fernsehsendungen zu diesem Thema produzierte, lag der Ausstoß der Treibhausgase global bei ca. 100 Millionen Tonnen pro Tag, heute sind es etwa 180 Millionen Tonnen jeden Tag. Heute, morgen, übermorgen, nächste Woche, nächstes Jahr usw..
Sind wir noch zu retten?
Diese Daten sind natürlich auch der Politik längst bekannt. Warum aber ist bislang viel zu wenig geschehen?
Die Lobbyisten der alten Energiewirtschaft haben ihre ganze finanzielle Macht eingesetzt, um den Klima– und Umweltschutz zu diffamieren. In Deutschland schrieb zum Beispiel der ehemalige RWE–Manager Fritz Vahrenholt das Buch über die „kalte Sonne“ mit falschen und wissenschaftlich unhaltbaren Thesen zum Klimawandel. Die großen Ölkonzerne wie BP, Shell, ExxonMobil, Chevron und Total haben Jahrzehnte lang jedes Jahr 200 Millionen Dollar für Lobbyarbeit gegen Klimaschutz ausgegeben, hat der renommierte Klima– und Meeresforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam–Institut für Klimafolgenforschung (PIK) für den „SPIEGEL“ ausgerechnet.
Die großen Energiekonzerne wurden durch Staaten wie Russland, Saudi–Arabien oder auch Australien, die vom Export fossiler Energien leben, massiv unterstützt. Saudi–Arabien hat noch den letzten Bericht des Weltklimarats 2022 erfolgreich abgeschwächt. Bis heute spielt Putin die Erderwärmung herunter. Und Deutschland überweist ihm täglich 200 Millionen Dollar für fossile Rohstoffe in seine Kriegskasse. Nur deshalb kann er Kriege wie den in der Ukraine finanzieren und Massenmord begehen. Wir sind durch unsere Abhängigkeit dabei indirekt seine Helfershelfer.
Das wirtschaftlich schwache Russland könnte ohne dieses fossile Geld aus Deutschland und anderen Industriestaaten seine Angriffs–Kriege nicht finanzieren. Mit unseren wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland haben wir den zentralen Energiesektor noch nicht wirklich getroffen.
Können Vögel und Windräder miteinander koexistieren?
Noch 2017 behauptete Putin, Vulkane würden mehr CO2 freisetzen als die menschlichen Aktivitäten. Und 2018 führte er die Erderwärmung auf „kosmische Aktivitäten“ zurück. Das ist wissenschaftlich kompletter Unsinn. Heute ist eines seiner „Argumente“: „Windräder töten Vögel“, was ja auch in Deutschland als „Argument“ oft gebraucht wird. Als bräuchten nicht auch Vögel ein gutes Klima und deshalb auch Windräder!
Putin und Trump waren in den letzen Jahren global die extremsten Gegner des Umstiegs auf erneuerbare Energien. Dazu gehörte in Deutschland auch Gerhard Schröder und andere Freunde der Gas–Pipelines aus Russland in fast allen Parteien.
Auch viele Journalisten haben für die russischen Gas–Pipelines getrommelt und unsinnige Behauptungen gegen den Klimawandel und gegen die erneuerbaren Energien publiziert – auch im „SPIEGEL“. Dieser geballte Lobbyismus ist die wesentliche Ursache dafür, dass die Energiewende über Jahrzehnte ausgebremst wurde und wir heute unmittelbar vor der Klimakatstrophe stehen und unseren Kindern und Enkeln eine grausige Zukunft bevorsteht.
Dazu nochmal Stefan Rahmstorf: „Einer kleinen Gruppe sehr wohlhabender Menschen wurde erlaubt, Politik und öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Dafür zahlt die Welt heute bereits einen hohen Preis in Form von Hitze–, Flut–, Dürre–, Brand– und Wirbelsturmschäden und in Form der Abhängigkeit von fossilen Energielieferanten in autokratischen Staaten.“
UNO–Generalsekretär Guterres sagt es ähnlich wie der Dalai Lama: „Die größten Verschmutzer haben unser einziges Zuhause in Brand gesteckt.“ Die Erderwärmung schreitet noch schneller voran als es die Wissenschaft prophezeit hat.
Und Deutschland? Wir schaffen als einziges Industrieland der Welt nicht mal ein Tempolimit. Unsere Klimapolitik ist bisher peinlich, anmaßend und absolut irrational.

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25.04.2022 | Autor*in: holler
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