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Wenn schon abhängig, dann lieber von Roheisen

10.03.2025

Besser Rohprodukte statt Fossilenergie und Wasserstoff importieren

Tiroler Bergschaf.jpg
© Basotxerri
Wenn man in der MENA-Region (Mittlerer Osten + Nordafrika) 1 Kilowattstunde Photovoltaikstrom unter dort hervorragenden Sonnenbedingungen erzeugt, kostet sie rund um die 1 Cent; in Mitteleuropa eher 5 Cent.


Neben der starken Solarstrahlung sind es die unbewohnten Wüstenflächen, die einen billigen Bau von PV-Parks ermöglichen.

Ob das Eisenerz aus fernen Kontinenten nach Europa oder MENA geschifft wird, macht keinen Unterschied.
Die Veredelung von Roheisen zu verschiedenen Stahlsorten kann (und sollte weiterhin?) in Europa stattfinden.
Schiffe bringen das Roheisen nach Europa und liefern am Retourweg bei uns gesammelten Eisenschrott.  

Europa kann sich aber auch mit der linken Hand am rechten Ohr kratzen.
Sprich, wir planen dem Import von grünem Wasserstoff. Wer dieses Märchen glaubt, muss jetzt aufwachen, weil das absolut niemand nirgendwo plant.

Denn der Transport von Wasserstoff (H2 ist extrem kompliziert und daher teuer. Was von den Medien als "Import von Wasserstoff" bezeichnet wird, weil sie die Pressemitteilungen der daran interessierten Konzerne ungeschaut übernehmen, ist Ammoniak (NH3). 
Importiertes Ammoniak wird aktuell direkt in Industrieprozessen verwendet. Sollte daraus einmal irgendwann das darin enthaltene H₂ wieder extrahiert werden, ist das ein weiterer Schritt. Er würde - richtig - die an sich sehr teure Nutzung von grünem H₂ nochmals verteuern. 

Wie man aus dem vielfach wiedererwachten Ruf von Regierungen nach sündteurem Atomstrom rund um die Erde weiß, ist es der Politik anscheinend schnurzegal, was Energie kostet.  Es zahlen ohnehin die Schafe, Vorstände und Aufsichtsräte nicht nur von stromintensiven Industrieproduktionsbetrieben ausdrücklich inkludiert - Määääh. 

Links

  • IEEFA-Bericht
  • Dr. Fritz Binder-Krieglstein

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