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Weninger: AKW-Laufzeitverlängerung in Frankreich nicht akzeptabel

13.02.2012

Stresstest rasch zum Abschluss bringen

© Kurt Michel pixelio.de
© Kurt Michel pixelio.de
Als eine "Konterkarierung der europäischen Bemühungen zum AKW-Ausstieg" bezeichnet SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger die Ankündigung einer Laufzeitverlängerung für französische Atomkraftwerke. "Die von Präsident Nicolas Sarkozy und Energieminister Eric Besson angestrebte Verlängerung der Laufzeiten über die bislang geltenden 40 Jahre hinaus muss zu deutlichen Protesten der europäischen Energieminister führen", fordert Weninger heute, Montag, eine geschlossene Allianz der Anti-AKW-Staaten in der EU.
Europa hat nach der Tragödie von Fukushima mit den Stresstests strenge Prüfverfahren für Atomkraftwerke eingeleitet. Dafür müssen alle Kernkraftwerksbetreiber ihre Standorte und Anlagen nach einheitlichen Kriterien überprüfen. Mittlerweile haben alle betroffenen EU-Mitgliedstaaten, die Schweiz und die Ukraine ihre nationalen Fortschrittsberichte abgeliefert und einer wissenschaftlichen Begutachtung unabhängiger Experten vorgelegt. "Ein Ausscheren Frankreichs, das fast 80 Prozent seiner Elektrizität mit 58 Reaktoren produziert, ist für den Prozess der Stresstests wenig hilfreich", sagt Weninger.
"Ich hoffe, dass die aktuelle französische AKW-Debatte nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen eine ähnliche Wende wie in Deutschland nimmt. Immerhin haben die französischen Sozialisten und Grünen eine deutliche Reduktion des Atomstromanteils bis 2030 von 75 auf unter 50 Prozent angekündigt", betont Weninger.
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13.02.2012 | Autor*in: holler
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