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 Weltwassertag: Fünf-Punkte-Plan gegen Wasserknappheit in Österreich

22.03.2026

Klimakrise gefährdet zukünftige Wasserversorgung - Viel zu trockener Winter zeigt heuer erneut hohen Anpassungsbedarf

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© BreakDownPictures pixabay.com /Wasser
Wien  -  Anlässlich des Weltwassertags am 22. März schlägt eine breite Allianz aus Greenpeace, der Arbeiterkammer Wien und younion _ Die Daseinsgewerkschaft Alarm: Die Klimakrise zehrt immer mehr an Österreichs Wasserreserven. Dürren häufen sich und schüren Nutzungskonflikte zwischen Haushalten, Industrie und Landwirtschaft. Die Organisationen fordern von der Bundesregierung unter anderem ein transparentes Wasserentnahme-Register, eine ganzheitliche Wasserstrategie und den entschädigungsfreien Vorrang für Trinkwasser vor allen anderen Nutzungen. Jede Aufweichung des EU-Wasserschutzrechts lehnt das Bündnis strikt ab. 


Sebastian Theissing-Matei, Wasserexperte bei Greenpeace Österreich: “In Österreich sind wir es gewohnt, dass Wasser jederzeit aus dem Hahn fließt, doch auch bei uns wird das Wasser immer öfter knapp. Auch dieser Winter war für das österreichische Grundwasser wieder eher eine Durststrecke. Die Bundesregierung muss Österreich Dürre-Fit machen. Nur so bleibt unser lebenswichtiger Wasserschatz für alle erhalten.” 


Iris Strutzmann, Wasserexpertin der Arbeiterkammer Wien: „Österreichs Wasservorräte geraten durch die Klimakrise unter Druck. Wasser ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und kritischen Infrastruktur. Deshalb brauchen wir jetzt eine nationale Wasserstrategie, klare Prioritäten für Krisenzeiten und volle Transparenz beim Wasserverbrauch von Industrie und Landwirtschaft. Klar muss sein: Trinkwasser hat immer Vorrang vor allen anderen Nutzungen.“ 


Thomas Kattnig, Mitglied des Bundespräsidiums der younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Sauberes und leistbares Trinkwasser ist ein Grundpfeiler der öffentlichen Daseinsvorsorge. Der Zugang zu hochwertigem Wasser darf weder durch Liberalisierungsbestrebungen auf EU-Ebene noch durch zusätzliche Haftungsrisiken für Städte und Gemeinden gefährdet werden. Dass Österreich über eine so hohe Wasserqualität verfügt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis verantwortungsvoller kommunaler Infrastrukturpolitik und der Arbeit hochqualifizierter Beschäftigter in den Wasserbetrieben. Wasser ist keine Ware, sondern Teil unserer sozialen Infrastruktur.“ 


Die aktuelle Wasser-Situation bleibt angespannt. Mit dem kommenden Frühling schießt der Bedarf der Natur und auf den Feldern massiv nach oben. Die Daten der Geosphere Austria belegen: Der Winter war viel zu trocken. Vor allem im Dezember und Jänner fiel deutlich zu wenig Niederschlag. Der feuchte Februar konnte den Wassermangel abschwächen, aber nicht ansatzweise ausgleichen, während es im März bisher kaum regnete. Das Ergebnis: Knapp die Hälfte der Messstellen in Österreich zeigen derzeit niedrige oder sehr niedrige Grundwasserstände.


Die zunehmende Trockenheit folgt einem bedrohlichen Trend: Dürren, die früher nur einmal pro Jahrzehnt auftraten, treffen uns heute bereits alle vier Jahre. Bis 2050 drohen Österreichs Grundwasserreserven um fast ein Viertel zu schrumpfen, während Industrie, Landwirtschaft und Haushalte gleichzeitig bis zu 15 Prozent mehr Wasser benötigen. Österreich steuert bisher unvorbereitet auf Engpässe zu.



Um akute Nutzungskonflikte um unser kostbares Nass zu verhindern, fordert die Allianz aus Greenpeace, AK Wien und Younion die sofortige Umsetzung von fünf Kernforderungen:
  • Ein transparentes Wasserentnahmeregister: Um einen besseren Überblick zu bekommen, braucht Österreich sichere Daten darüber, wie viel Wasser Industrie und Landwirtschaft in Österreich wirklich nutzen.
  • Eine österreichische Wasserstrategie: Der aktuelle „Trinkwassersicherungsplan“ ist unseriös, da er den massiven Wasserverbrauch von Industrie und Landwirtschaft einfach ignoriert.
  • Keine Privatisierung von Wasser und bedingungslos Vorrang für Trinkwasser: Der Zugang zu sauberem, leistbarem Wasser und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht.
  • Kürzere Bewilligungen für Wasserentnahmen: In der Klimakrise sind 25-jährige Entnahmerechte für die Bewässerung unverantwortlich. Wir fordern eine Verkürzung auf maximal 6 Jahre.
  • Hände weg von der EU-Wasserrahmen-Richtlinie: Dieses Regelwerk ist das wichtigste Schutzschild für unsere Flüsse und unser Trinkwasser. Die von Teilen der Industrie und Landwirtschaft lautstark geforderten Aufweichungen würden für kurzfristige Profitinteressen dauerhaft unsere Gesundheit und unsere Trinkwasserressourcen gefährden. 
  •  

 

Links

  • Gesamte Forderungspapier von Greenpeace, Arbeiterkammer Wien und younion
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