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Weltpreis für Windenergie für Hermann Scheer und deutschen Umweltminister Trittin

02.11.2004

Weltwindenergiekonferenz würdigte führende Rolle Deutschlands

Am Eröffnungstag der Dritten Weltwindkonferenz, die vom 1. bis zum 4. November in der chinesischen Hauptstadt Peking stattfindet, wurde der Weltpreis für Windenergie an den Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Scheer und an Bundesumweltminister Jürgen Trittin verliehen. Damit würdigte die Weltwindenergiekonferenz die führende Rolle Deutschlands in der Mobilisierung der Windenergie, zu der die beiden Politiker maßgeblich beigetragen haben. Darüber hinaus wurden die beiden Preisträger für ihre internationalen Aktivitäten zur Verbreitung der Windkraft geehrt.
Der Präsident der Welt–Windenergieverbandes (WWEA), Preben Maegaard, betonte in seiner Laudatio auf Hermann Scheer dessen breiten Einsatz für Erneuerbarer Energien, als Politiker, Autor der in viele Sprache übersetzten Büchern, die viele zu Initiativen für erneuerbare Energien inspirierten, als programmatischer Visionär für ein zukunftsfähiges Energiesystem und als Vorsitzender zweier zentraler Organisationen auf dem Feld der erneuerbaren Energien: EUROSOLAR und dem Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE). Er sei nunmehr mit dem Weltpreis für Windenergie Träger aller für erneuerbare Energien vergebene Weltpreise, nachdem er schon 1988 den Weltsolarpreis und 2000 den Welt–Bio–Energiepreis erhalten hatte. Dies drücke sein alle erneuerbaren Energien integriertes Engagement aus.

Deutschland zeigt mit EEG den Weg

In der Laudatio auf Bundesminister Jürgen Trittin wurde dessen Einsatz für eine ökologische Energieversorgung in seiner nun mehr sechsjährigen Amtszeit hervorgehoben, besonders für die Ökosteuer und für die Entscheidung zum Ausstieg aus der Atomenergienutzung. Entscheidend für den Weltpreis sei allerdings sein Einsatz für die Erhaltung und Weiterentwicklung des Erneuerbare–Energien–Gesetzes (EEG) gegenüber wachsenden Widerständen, wozu auch die Wegbereitung der Offshore–Perspektive für die Windkraft gehört, sowie seine Rolle für die Organisation der Internationalen Regierungskonferenz für erneuerbare Energien (renewables2004), die im Juni 2004 stattfand .
Jürgen Trittin würdigte in seiner Dankesrede die Arbeit seines Ministeriums und seiner Beamten – namentlich die unermüdliche Arbeit von Dr. Wolfhart Dürrschmidt. Er dankte Scheer für seinen Einsatz im Parlament für die Erneuerbaren Energien und Windenergie im Allgemeinen und für das EEG im Besonderen. „Ohne Hermann hätte es sonst nicht geklappt„, so Bundesminister Trittin.
Hermann Scheer betonte in seiner Dankesrede, dass er diesen Preis nicht nur als Würdigung seiner bisherigen Verdienste verstehe, sondern vor allem als Verpflichtung für die weitere Arbeit: „Die meiste Arbeit für die Mobilisierung erneuerbarer Energien liegt noch vor uns!„

Schlüsselrolle Chinas

Beide Preisträger hoben in ihren Reden auf der Konferenz die schlüsselhafte Rolle hervor, die die Energieentwicklung Chinas für die ganze Welt spiele, weshalb die Weltenergiekonferenz auch in Beijing stattfindet. China ist nicht nur das Land mit der größten Bevölkerungszahl, sondern auch mit den höchsten Energiezuwachsraten. Gerade hier kommt es darauf an, dass die Weichen in Richtung auf erneuerbaren Energien jetzt gestellt werden, wobei es gerade für die Windkraft besonders große Möglichkeiten gebe.
Quelle: Eurosolar International
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02.11.2004 | Autor*in: holler
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