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Weltbank soll Finanzierung dezentraler erneuerbarer Energien stärken

17.09.2005

Im Rahmen seiner regelmäßigen Gespräche mit Vertretern der Weltbank möchte sich der deutsche Bundesfinanzminister Hans Eichel für die Finanzierung dezentraler erneuerbarer Energien einsetzen

Auch Finanzminister haben bereits die immensen Vorteile erneuerbarer Energie erkannt. Der deutsche Finanzminister Hans Eichel (SPD) hat während seiner Solartour durch Nordhessen mehrfach die Bedeutung dezentraler erneuerbaren Energien zur nachhaltigen Befriedigung des Energiehungers der Welt betont. Angesichts der endlichen fossilen Energieressourcen und des hohen Ölpreises stünden die Industrieländer vor einem Strukturwandel von der durch Großkraftwerke geprägten Energieversorgung hin zu dezentralen erneuerbaren Energien.
„Die Entwicklungs– und Schwellenländer sollen die Chance erhalten, gleich in die Nutzung ihrer regionalen Ressourcen zu investieren und nicht in die wirtschaftliche Abhängigkeit des endlichen Erdöls zu verfallen„, so Eichel bei der SMA Technologie AG, Technologieführer im Bereich systemtechnischer Komponenten für Solarstromanlagen (Wechselrichter und Anlagenüberwachung), am Stammsitz in Niestetal bei Kassel. Dies dürfe nicht länger an den schlechten Bedingungen für die Mobilisierung von Kapital zur Finanzierung kleiner erneuerbarer Energieanlagen scheitern. Reichel besuchte auch die erste Bürger–Solarstromanlage auf dem Dach des neuen Justizgebäudes in Kassel, berichtet der Organisator der Solar–Tour, Fabio Longo, nordhessisches Vorstandsmitglied von EUROSOLAR Deutschland e.V.
Hans Eichel habe, als Oberbürgermeister von Kassel, schon früh das große Potenzial der neuen Zukunftstechnologien erkannt und gefördert, meinte Kassel Heino Kirchhof vom Arbeitskreis Solartechnik Kassel, der auch Dozent an der Umwelt–Uni ist, beim Besuch der Solargemeinde Lohfelden.

Ein rot–grünes Energiegespräch in Kassel

Am Ende seiner Solartour traf Hans Eichel mit dem Manager der Energiewende, Umweltstaatssekretär Rainer Baake von den Grünen, zusammen. Beide wiesen auf die immense Bedeutung der neuen Energiepolitik für den Industriestandort Deutschland hin. „Wir haben dadurch Land verändert. Es konnte im Bereich der Erneuerbaren eine neue Gründerzeit ausgelöst werden und es wurden 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen„, erklärten Eichel und Baake in Kassel. „Diese Politik muss weiter gehen, sonst droht diesem wichtigen neuen Markt ein schwerwiegender Einbruch. Wir stehen gemeinsam für eine weitere Politik der neuen Energien„, so Eichel und Baake. Hans Eichel hat übrigens als Oberbürgermeister im Jahr 1981 die erste rot–grüne Koalition ins Leben gerufen. Rainer Baake war 1985 als Vize–Landrat von Marburg–Biedenkopf der erste hauptamtliche Politiker der deutschen Grünen.
Heute vormittag wollen sich, bei einer Kundgebung in Kassel, Erhard Eppler und Hans Eichel für eine Fortsetzung der Energiewende, für den Atomausstieg und den Einstieg ins Solarzeitalter, aussprechen.
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17.09.2005 | Autor*in: holler
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