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Weg zu einer klimaneutralen EU reduziert fossile Brennstoffe bis 2050 um 90 Prozent  

11.12.2025

Ein nahezu vollständiger Abschied von Kohle, Öl und Gas ist für die Europäische Union bis zur Mitte des Jahrhunderts vollends realistisch und ökonomisch sinnvoll

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Erneuerbare versus Fossile © MD & oekonews

Das zeigt eine neue Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), veröffentlicht im Fachjournal Nature Communications. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass ein kosteneffizienter Klimaschutz die Nutzung fossiler Energieträger in der EU bis 2050 um rund 90 Prozent im Vergleich zu 2020 senken würde. 

Der zentrale Motor dieser Entwicklung: der massive Ausbau erneuerbarer Energien und eine weitreichende Elektrifizierung in allen Sektoren.


Klimaneutralität als kosteneffizienter Weg aus den fossilen Energien
 

„Unsere Studie zeigt, dass kosteneffizienter Klimaschutz bereits etwa 90 Prozent der fossilen Energien, die wir in der EU heute nutzen, zur Mitte des Jahrhunderts überflüssig machen könnte“, erklärt PIK-Forscher Felix Schreyer, Erstautor der Studie. Der größte Teil dieser Transformation könne durch erneuerbaren Strom und umfangreiche Elektrifizierung erreicht werden. Ergänzend spielen Bioenergie und f  grüner Wasserstoff eine wichtige Rolle, insbesondere jedoch in Sektoren, die schwer elektrifizierbar sind.
 

Das untersuchte Basisszenario zeigt: Ein nahezu fossiles Energiesystem der Zukunft ist nicht nur technisch möglich, sondern auch wirtschaftlich am effizientesten. „Ein weitgehender Ausstieg aus den fossilen Energien ist damit auch ökonomisch die effizienteste Strategie für konsequenten Klimaschutz“, so Schreyer. 

 

Von 90 zu 99 Prozent: Technisch machbar – aber ambitioniert 

Erstmals hat das PIK-Forschungsteam detailliert analysiert, wie sowohl ein weitgehender als auch ein nahezu vollständiger Ausstieg aus fossilen Energien in der EU aussehen können.
 

Bis zu 99 Prozent Reduktion seien technisch möglich, betont PIK-Forscher Gunnar Luderer. Dies würde jedoch einen extrem schnellen und umfassenden Ausbau neuer Technologien erfordern  -  etwa die Produktion großer Mengen CO₂-neutraler Kraftstoffe (E-Fuels), die in der Luftfahrt, Schifffahrt und in Teilen der chemischen Industrie fossile Energieträger   ersetzen könnten.

 

Erneuerbare und Elektrifizierung als Schlüssel 

Die Modellierungen basieren auf dem PIK-Energie-Wirtschaftsmodell REMIND und zeigen klar:

  • Wind und Solar übernehmen eine zentrale Rolle in der Stromerzeugung.

  • Elektromobilität und Wärmepumpen reduzieren Energieverbrauch und Emissionen stark.

  • Grüner Wasserstoff sowie E-Fuels sind essenziell für jene Bereiche, die nicht direkt elektrifiziert werden können. 
     

Ein vollständiger fossiler Ausstieg könnte zwar höhere Kosten verursachen, würde aber gleichzeitig:

  • die Importabhängigkeit der EU drastisch senken,

  • die Notwendigkeit von CO₂-Speicherung reduzieren,

  • und die Energiesicherheit stärken.  



Politische Weichenstellung dringend notwendig 

Die Forschenden betonen, dass technologische Fortschritte allein nicht reichen. Ausschlaggebend sei, dass politische Maßnahmen und Investitionen bereits heute konsequent auf das Ziel der Klimaneutralität 2050 ausgerichtet werden.

„Dank technischer Fortschritte rückt ein kostengünstiger, realistischer Ausstieg aus fossilen Energien in Reichweite“, sagt Schreyer. Jeder vermiedene fossile Brennstoff mache Europa unabhängiger, ergänzt Luderer.

 

Quelle

Schreyer, F., Ueckerdt, F., Pietzcker, R., Odenweller, A., Merfort, A., Rodrigues, R., Strefler, J., Lécuyer, F., Luderer, G. (2025): From net-zero to zero-fossil in transforming the EU energy system. Nature Communications. DOI: 10.1038/s41467-025-66682-z

 

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  • Weitere Informationen: (Nature Communications)
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11.12.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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