Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Warum wir altern: Die Evolution hat uns nur bis zur Jugend optimiert

13.06.2026

Neue Forschung zeigt: Viele Alterskrankheiten sind kein Zufall – sondern ein Erbe unserer evolutionären Vergangenheit.

Alter.jpg
© pexels pixabax.com

Warum altern wir eigentlich? Und warum erreichen heute so viele Menschen ein hohes Alter, obwohl unser Körper dafür offenbar nicht ausgelegt ist? Ein neuer Übersichtsartikel von Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena und des University College London liefert darauf eine faszinierende Antwort: Das Alter ist in vielerlei Hinsicht der „blinde Fleck“ der Evolution.
 

Der Schatten der natürlichen Selektion

Die zentrale These der Forscherinnen lautet: Die natürliche Selektion hat den menschlichen Körper vor allem für die Jahre optimiert, in denen Fortpflanzung und Überleben des Nachwuchses im Mittelpunkt stehen. Was danach geschieht, spielte in der langen Evolutionsgeschichte eine deutlich geringere Rolle.
 

Schädliche genetische Veränderungen, die erst im hohen Alter ihre Wirkung entfalten, wurden deshalb kaum aus dem Erbgut entfernt. Wissenschaftler sprechen vom sogenannten „Selektionsschatten“ – einem Bereich des Lebens, in dem die Evolution ihre schützende Wirkung weitgehend verliert.
 

Moderne Menschen leben länger als je zuvor

Heute erleben erstmals große Teile der Weltbevölkerung genau diese Lebensphase, die evolutionär kaum berücksichtigt wurde. Dank besserer Medizin, höherer Lebenserwartung und sinkender Kinderzahlen erreichen Menschen ein Alter, das früher nur wenige erreichten.
 

Gleichzeitig verstärken moderne Lebensbedingungen wie Nahrungsüberfluss und Bewegungsmangel biologische Prozesse, die ursprünglich für Wachstum und Fortpflanzung entwickelt wurden, heute aber das Risiko für Krankheiten erhöhen können.
 

Altern ist kein einzelner Defekt

 

Die Autorinnen betonen, dass Altern nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen ist. Vielmehr entsteht es aus dem Zusammenspiel von Genetik, Umwelt, Lebensweise und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Auf molekularer Ebene spielen dabei grundlegende biologische Signalwege wie das Insulin-/IGF-1- und das mTOR-System eine wichtige Rolle. Diese steuern Wachstum, Energiehaushalt und Reparaturmechanismen und sind über viele Tierarten hinweg erstaunlich ähnlich geblieben – ein Hinweis darauf, dass sie zu den ältesten und grundlegendsten Mechanismen des Lebens gehören.
 

Neue Perspektiven für die Medizin

 

Die evolutionäre Sichtweise eröffnet auch neue Chancen für die Medizin. Viele altersbedingte Erkrankungen ,  von Herz-Kreislauf-Leiden bis zu neurodegenerativen Erkrankungen, könnten gemeinsame biologische Ursachen haben und auf dieselben grundlegenden Alterungsprozesse zurückgehen.

Das Ziel der Forschung sei deshalb nicht einfach, das Leben immer weiter zu verlängern. Vielmehr gehe es darum, die gesunden Lebensjahre zu erhöhen und die biologischen Belastungen des hohen Alters möglichst zu verringern.

Die neue Studie verbindet Evolutionsbiologie, Genetik und Demografie zu einem ganzheitlichen Erklärungsmodell  und macht deutlich, dass unser langes Leben zwar ein Erfolg der modernen Gesellschaft ist, unsere Biologie aber noch immer von einer ganz anderen Welt geprägt wird.

Links

  • Evolutionary genetics of ageing
  • Drucken
  • Empfehlen
13.06.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Hitzeaktionstag: WHO stellt neuen Leitfaden für gesundheitliche Hitzeaktionspläne vor

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Mehr als 150 Organisationen fordern: Hitzeschutz in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz aufnehmen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 15. Juli 2026, 69.650 Artikel Online

Weitere Themen

  • EU-Landwirtschaftsausschuss bestätigt Trilog-Ergebnis zu Saatgutrecht
  • Greenpeace und Samariterbund zum Tag der Klimaopfer: Hitze kann tödlich sein 
  • EU lockert neue Umweltauflagen für Schweine- und Geflügelmast
  • Sport im Sommer und bei Hitze: „Bitte lassen Sie Ihr Shirt an!“
  • Weniger Plastik im Alltag senkt Schadstoffbelastung deutlich
  • Die Fußball-WM und ihre Underdogs: Deshalb jubeln wir plötzlich für die Außenseiter
  • Warum Küssen gesund macht - und Beziehungen stärkt
  • Jugendliches Gaming: Kontrollverlust belastet geistige Fähigkeiten
  • Greenpeace-Umfrage: Jede dritte Person über 60 Jahre leidet unter Hitze in den eigenen vier Wänden
  • Wahrnehmung von Wetterextremen ist sozial geprägt
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.308 Artikel | Seite 1 von 331

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Alter.jpg

© pexels pixabax.com