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Warum besetzt Russland Tschernobyl?

25.02.2022

Russlands Angriff auf die Ukraine geht auch durch das Gebiet von Tschernobyl– Die immer noch vorhandene Radioaktivität ist gestiegen, wie ukrainische Behörden berichten.

© Lukas Pawek oekonews / Das ehemalige AKW Tschernobyl
© Lukas Pawek oekonews / Das ehemalige AKW Tschernobyl
Warum gerade Tschernobyl? Was will Russland mit der Eroberung der Atomruine, die gestern von russischen Soldaten eingenommen worden ist, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt hat. Angeblich sei ein Lager mit radioaktiven Abfällen unter Beschuss gestanden und die ukrainischen Behörden haben eine Erhöhung der im Sperrgebiet vorhanden Strahlungswerte gemeldet. Von Seiten Russlands wird dies dementiert. Die Atombehörde der Ukraine hat mitgeteilt, dass die Strahlung zugenommen hat, weil sich schwere Militärfahrzeuge in der Sperrzone bewegen und dadurch radioaktiver Staub aufgewirbelt worden sei.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) reagiert mit großer Besorgnis und ruft zu maximaler Zurückhaltung auf, um Maßnahmen zu vermeiden, die die Nuklearanlagen des Landes gefährden könnten, wie deren Generaldirektor Rafael Mariano Grossi mitteilt.
Die IAEO beobachtet die Entwicklungen in der Ukraine genau, mit besonderem Augenmerk auf die Sicherheit ihrer Kernkraftwerke und anderer nuklearbezogener Einrichtungen, so Grossi.
Die ukrainische Regulierungsbehörde hat die IAEA zuvor darüber informiert, dass sie die Kommunikation mit den in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken der Ukraine aufrechterhält, die ihrer Meinung nach sicher und geschützt betrieben werden.
In Bezug auf die Situation im Kernkraftwerk Tschernobyl hat die Ukraine die IAEA darüber informiert, dass „nicht identifizierte Streitkräfte“ die Kontrolle über alle Einrichtungen des staatlichen Spezialunternehmens Kernkraftwerk Tschernobyl innerhalb der Sperrzone übernommen haben. Auf dem Industriegelände gibt es keine Opfer oder Zerstörungen. Generaldirektor Grossi sagte, es sei von entscheidender Bedeutung, dass der sichere Betrieb der Nuklearanlagen in dieser Zone in keiner Weise beeinträchtigt oder gestört werden dürfe.
Der Generaldirektor betonte, dass die Generalkonferenz der IAEA – die jährliche Zusammenkunft aller Mitgliedstaaten der Organisation – 2009 einen Beschluss gefasst habe, in dem es heißt: „Jeder bewaffnete Angriff auf und jede Drohung gegen Nuklearanlagen, die friedlichen Zwecken dienen, stellt eine Verletzung der Grundsätze der Vereinten Nationen dar Charta, Völkerrecht und die Satzung der Agentur“.
Warum nun Tschernobyl? Die Zone liegt ganz in der Nähe der Grenze, genau in der Region, von der aus ein Teil der russischen Truppen in die Ukraine einmarschiert ist. Das Sperrgebiet liegt somit am kürzesten Weg Richtung Kiew.
Mehrere Beobachter der russischen Invasion meinen außerdem, dass Putin die Atomruine als Drohgebärde Richtung Westen besetzen ließ. Eine nukleare Eskalation hat er nicht ausgeschlossen, falls jemand die russischen Truppen auf ihrem Weg aufhält.
Eine Einheit des Atomreaktors ist immer noch in Betrieb und ein großer Energielieferant und über diesen Weg könnte die Stromversorgung von Kiew abgebrochen werden. Außerdem befindet sich das Zwischenlager für nuklearen Abfall von weiteren ukrainischen Atomkraftwerken ebenfalls in der besetzten Zone. Nachprüfbar sind Details zu höherer Strahlung derzeit nicht, denn Russland hat die Messstation vor Ort in der Zwischenzeit vom Netz genommen und setzt die Besetzung der Region fort.
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25.02.2022 | Autor*in: holler
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