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Wärmewende 2040: Heimische Unternehmen brauchen Planungs- und Versorgungssicherheit

27.08.2025

Studie zeigt: Zentrale Klimaziele können nur mit klaren Regeln für die Wärmeversorgung erreicht werden

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Stadthotel Wilhelmshof Wien mit Solarthermischer Anlage © Austria Solar/Der Wilhelmshof
Wien -  Der Dachverband Energie-Klima richtet einen klaren Appell an die Politik: Ohne langfristige Planungssicherheit und klare regulatorische Rahmenbedingungen drohen zentrale Klimaziele im Wärmesektor verfehlt zu werden – mit negativen Folgen für Unternehmen, Haushalte und die Versorgungssicherheit. Dies unterstreichen die Ergebnisse des aktuell vorliegenden Endberichtes „Wärmewende 2040 – Bausteine einer klimaneutralen Wärmeversorgung“ und das begleitende Positionspapier.

Der Wärmesektor macht 53,2 % des österreichischen Endenergieverbrauchs aus – das sind rund 170 Terawattstunden pro Jahr und damit mehr als der gesamte Stromverbrauch des Landes. Dennoch bleibt er in der energiepolitischen Diskussion oft im Hintergrund. „Unsere Unternehmen sind bereit zu investieren – aber sie brauchen klare Ziele und einen verlässlichen Förderrahmen. Kurzfristige, unberechenbare Änderungen sorgen für Verunsicherung und bremsen den positiven Trend“, betont Michael Osobsky, Geschäftsführer des Dachverbands Energie-Klima.

Die Studie zeigt:

  • Klare politische Zielsetzungen und ein durchgängiger, langfristiger Zielpfad sind essenziell für Investitionsentscheidungen. Planungssicherheit bedeutet konkret: Förderprogramme müssen mindestens fünf Jahre stabil und verlässlich gestaltet sein – anstatt jährlich verändert oder neu verhandelt zu werden.
  • Thermisch-energetische Sanierungen sind nicht nur Klimaschutzmaßnahmen, sondern auch reale Entlastung für Haushalte und Unternehmen. Weniger Energieverbrauch bedeutet langfristig niedrigere Wohnkosten und damit leistbares Wohnen für alle.
  • Die Umstellung auf erneuerbare Wärme verringert die Importabhängigkeit – insbesondere von Gas – und stärkt damit die wirtschaftliche Resilienz Österreichs.
  •  

Besonders eindrucksvoll ist das CO₂-Einsparpotenzial: Durch den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Wärme könnten bis 2040 jährlich 14 Millionen Tonnen CO₂ vermieden werden – das entspricht rund einem Drittel der heutigen österreichischen Gesamtemissionen.
 

Zugleich weist der Dachverband auf den erheblichen Rückstand bei der nationalen Umsetzung der EU-Richtlinien (RED III, EED III, EPBD) hin. Hier ist rasch politisches Handeln erforderlich, um potenzielle Zielverfehlungen und Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.
 

„Die Wärmewende ist keine technische Frage – sie ist eine Frage politischer Verlässlichkeit. Wer heute Planungssicherheit schafft, stärkt morgen die Versorgungssicherheit in unserem Land“, so Gerhard Oswald, Obmann des Dachverbands Energie-Klima.

 

Über den Dachverband Energie-Klima

Der Dachverband Energie-Klima (DVEK) ist eine Arbeitsgemeinschaft in der Wirtschaftskammer Österreich mit dem Fokus auf erneuerbare Energien, Klimaschutz und Energieeffizienz. Er koordiniert und vertritt die gemeinsamen Interessen der mit der Technik und Nutzung der Umweltenergie befassten Industrie und des einschlägigen Gewerbes und Handel, um innerhalb Österreichs wie auch internationale Marktchancen offensiv zu nutzen und zu verbessern.
Ordentliche Mitglieder sind: Photovoltaic Austria, Austria Solar, Wärmepumpe Austria, ProPellets und IG Holzkraft.
Trägerorganisationen sind: Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI), Fachverband Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik, Bundesgremium des Maschinen- und Technologiehandels, Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker, Bundesinnung der Sanitär- Heizungs- und Lüftungstechniker, Fachverband Ingenieurbüros.

 

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Stadthotel Wilhelmshof Wien mit Solarthermischer Anlage © Austria Solar/Der Wilhelmshof