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Wärmeres Wasser, instabiler Fels:  Klimawandel  lässt das Matterhorn wanken 

18.11.2025

Schmelzwasser macht selbst einen der berühmtesten Berge der Welt instabil

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Matterhorn © susnpics pixabay.com
Davos - Am Matterhorn hat ein Forschungsteam des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) rekonstruiert, wie eindringendes Wasser im Permafrost Gestein schwächt – bis hin zum Felssturz.

Am 13. Juni 2023 stürzten rund 20 Kubikmeter Gestein vom Hörnligrat, dem klassischen Aufstiegsweg. Verletzte gab es keine. Doch der Abbruch war kein Zufall: Über Jahre drang während der Schneeschmelze Wasser in Felsklüfte ein, taute das Gestein an und verringerte dessen Stabilität Schritt für Schritt. „Der Klimawandel beschleunigt diese Vorgänge und treibt die Häufung von Steinschlägen im hochalpinen Permafrost voran“, sagt SLF-Forscher Samuel Weber.
 

Neun Jahre Messungen – und ein Modell, das den Abbruch erklärt 

Ein GNSS-Empfänger lieferte millimetergenaue Bewegungsdaten des Felspfeilers, ergänzt durch seismische Signale, Laseraufnahmen und Zeitrafferbilder. Gesteinsproben wurden zudem im Labor analysiert. Das Ergebnis: Auftauende Permafrostbereiche verlieren stark an Reibung – und damit an Halt. Webers Modell simulierte die tatsächlichen Bewegungen des Pfeilers nahezu identisch.
 

Eine gefährliche Kettenreaktion 

Die Forschenden identifizierten drei verstärkende Mechanismen:

  • Schmelzendes Permafrost-Eis ermöglicht tief eindringendes Wasser

  • Das Wasser erhöht den Druck im Gestein

  • Zugleich transportiert es Wärme in die Tiefe und beschleunigt das Auftauen

Diese Prozesse reduzieren die Reibung an der Bruchstelle um bis zu 50 Prozent – ein entscheidender Faktor für den späteren Kollaps.
 

Zehn Tage vor dem Abbruch beschleunigte sich der Prozess 

Ab 2022 neigte sich der Pfeiler immer schneller. Die letzten zehn Tage dokumentierten Zeitrafferbilder eine deutliche Beschleunigung. Seismometer registrierten zudem charakteristische Signale eines bevorstehenden Felssturzes. „Temperatur- und Wetterdaten zeigen, dass eindringendes Wasser das Gestein kurzfristig tiefenwirksam aufgetaut hat – das war der letzte Auslöser“, so Weber.
 

Wie geht es weiter? 

Um Risiken künftig besser einschätzen zu können, will das SLF die Rolle von Wasser im Permafrost detaillierter erforschen, vor allem die Wechselwirkung zwischen Temperatur, Eis und Gesteinsmechanik. Dafür sollen weitere Messmethoden kombiniert werden.

Mit Blick auf ein wärmer werdendes Klima zeigt der Fall am Matterhorn: Wo Permafrost taut, kann selbst jahrtausendealter Fels ins Wanken geraten.

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18.11.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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Matterhorn © susnpics pixabay.com