Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien(current)2
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. weitere Energien

Wärmepumpen-Branche warnt vor Förderloch beim Kesseltausch

20.06.2026

Fehlende Planungssicherheit: 1,3 Millionen Anlagen bis 2040 als Schlüssel für Österreichs Energiewende möglich

WPAGeneralversammlung.jpg
Seekirchen/Linz -  Die österreichische Wärmepumpen-Branche blickt mit Sorge auf das Jahr 2027. Im Mittelpunkt der Generalversammlung des Verbandes Wärmepumpe Austria am 18. Juni 2026 standen die bevorstehende Ausschöpfung des Kesseltausch-Budgets für 2026, die künftigen Förderbedingungen sowie die Frage, wie die Wärmewende trotz eines rückläufigen Marktes erfolgreich fortgesetzt werden kann.
 

Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Wärmepumpen-Branche kamen auf Einladung des Verbandsmitglieds Windhager – BHT in Seekirchen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der Energie- und Klimapolitik sowie deren Auswirkungen auf die Branche zu diskutieren.

 

Den Auftakt machte Andreas Weißenbacher, CEO der BWT Holding GmbH. Unter dem Leitgedanken „For You and Planet Blue“ betonte er die zentrale Rolle innovativer Wärmepumpentechnologien für das Gelingen der Wärmewende und die Erreichung der österreichischen Klimaziele.
 

Im Rahmen mehrerer Fachvorträge wurden Zukunftsthemen der Branche beleuchtet. Präsentiert wurden unter anderem die Ergebnisse der Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“, Qualitätsanforderungen bei Wärmepumpeninstallationen sowie Herausforderungen im Bereich Fachkräftesicherung und Generationenwechsel. 

1,3 Millionen Wärmepumpen bis 2040 notwendig

 

Die vorgestellte Studie zeigt deutlich, dass Österreich seinen Wärmesektor konsequent von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Heizsysteme umstellen muss, um die nationalen Klimaziele zu erreichen. Bis 2040 werden demnach rund 1,3 Millionen zusätzliche Wärmepumpen benötigt, darunter mehr als eine Million Heizungswärmepumpen. Dafür wäre ein jährlicher Ausbau von etwa 60.000 Anlagen erforderlich.
 

Die Auswirkungen reichen weit über den Klimaschutz hinaus. Durch den Austausch fossiler Heizsysteme könnten rund 19 Terawattstunden Erdgas und Heizöl ersetzt, mehrere Millionen Tonnen CO₂ eingespart und die Energieunabhängigkeit Österreichs deutlich gestärkt werden. Gleichzeitig würden regionale Wertschöpfung und Beschäftigung profitieren.
 

„Mit der Umsetzung der geplanten Klimaziele – rund 1,3 Millionen Wärmepumpen bis 2040 – können die heutigen nationalen Gasimporte um bis zu 24 Prozent beziehungsweise 19 Terawattstunden reduziert werden. Das stärkt die Energieunabhängigkeit, die Versorgungssicherheit und ermöglicht eine leistbare Wärmeversorgung“, betonte Verbandspräsident Richard Freimüller. 


Sorge um Förderlücke nach Ausschöpfung des Kesseltausch-Budgets
 

Im weiteren Verlauf der Generalversammlung zog Freimüller Bilanz über die Aktivitäten des Verbandes im vergangenen Jahr und stellte die Schwerpunkte für 2026 vor. Ein zentrales Thema war dabei die Marktentwicklung nach dem Auslaufen des Förderbudgets für den Kesseltausch.
 

Der Verband sieht die Gefahr eines deutlichen Marktrückgangs, sollte es zu einer Förderlücke kommen. Gleichzeitig betont Freimüller, dass die Branche langfristig unabhängig von Förderprogrammen werden müsse.
 

„Es muss uns gelingen, die zahlreichen Vorteile der Technologie noch stärker im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern und die Wärmepumpe als wirtschaftlich attraktive, zukunftssichere und nachhaltige Lösung zu positionieren“, erklärte er.
 

Aus diesem Grund plant der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen eine abgestimmte Marketinginitiative. Ziel ist es, die Vorteile der Technologie stärker hervorzuheben, von Heizung, Kühlung und Warmwasser aus einer Hand über niedrige Betriebs- und Energiekosten bis hin zur Nutzung kostenlos verfügbarer Umweltenergie und selbst erzeugten Photovoltaik-Stroms. 


Klimaziele nur mit klaren Rahmenbedingungen erreichbar

 

Der Verband Wärmepumpe Austria verweist zudem auf den aktuellen Bericht „Umweltinvestitionen des Bundes – Klima- und Umweltschutzmaßnahmen 2025“, der die Bedeutung öffentlicher Investitionen für die Energiewende unterstreicht.
 

Aus Sicht der Branche sind drei Voraussetzungen entscheidend, um die nationalen Energie- und Klimaziele zu erreichen:

  • Verbindliche ordnungspolitische Maßnahmen, insbesondere eine verpflichtende Prüfung erneuerbarer Alternativen beim Ersatz fossiler Heizungen.
  • Eine kontinuierliche Verteuerung fossiler Energieträger durch die CO₂-Bepreisung und die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf den Gebäudebereich ab 2027.
  • Langfristig verlässliche und ausreichend dotierte Förderprogramme, die Investitionen in erneuerbare Heizsysteme unterstützen und Marktverwerfungen vermeiden.

Nach Einschätzung des Verbandes würden die nationalen Klima- und Energieziele nicht nur CO₂-Emissionen und Gasimporte reduzieren, sondern auch Arbeitsplätze sichern, regionale Wertschöpfung stärken und Strafzahlungen von bis zu zwei Milliarden Euro jährlich vermeiden helfen, die bei einer Verfehlung europäischer Klimaziele drohen könnten.
 

„Die Wärmepumpe verbindet Klimaschutz, Versorgungssicherheit, niedrige Betriebskosten und heimische Wertschöpfung. Jetzt gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Haushalte und Unternehmen weiterhin in erneuerbare Heizsysteme investieren können“, so Freimüller. 

 
  • Drucken
  • Empfehlen
20.06.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

KI und grüne Energie wachsen zusammen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

150 Millionen Euro Einsparpotenzial: Österreich braucht dringend mehr Batteriespeicher 

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 22. Juli 2026, 69.721 Artikel Online

Weitere Themen

  • Baubeschluss für 900-MW-Batteriespeicher in Waltrop 
  • Geothermie: Neue Bohrtechnik holt mehr Wärme aus bestehenden Bohrungen
  • KoNexus: Kläranlagen werden zu Bausteinen der Energiewende
  • Digitaler Zwilling soll Batteriespeicher zuverlässiger machen
  • EU setzt auf Elektrifizierung: Neuer Aktionsplan soll fossile Heizungen verdrängen
  • Bundesstaat New York stoppt für ein Jahr den Bau neuer Rechenzentren
  • VDE FNN und DKE warnen: Parallele Light-Lösungen für Smart Meter bremsen den Rollout
  • Sunlumo und EcoFlow präsentieren neue Speicherlösung für Unternehmen
  • Bayerischer Energiepreis für Max Bögl: Luft-Eisspeicher soll Gebäude klimafreundlich heizen und kühlen
  • Hitzewelle trifft Städte hart: Fernkälte sorgt immer öfter für Abkühlung
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.123 Artikel | Seite 1 von 313

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
WPAGeneralversammlung.jpg

Präsident Richard Freimüller, Verband Wärmepumpe Austria und Andreas Weißenbacher, CEO BWT Holding GmbH © WPA