Vom Rübenplatz zur Kraftquelle: Trautmannsdorf eröffnet 5-Megawatt-Solarprojekt
Das Besondere an dem Projekt: Die Anlage wurde als Hybridlösung in Kombination mit dem bestehenden Windpark der Gemeinde umgesetzt. Gleichzeitig erfolgte die Stromerzeugung nahezu ausschließlich auf bereits versiegelten Flächen. Genutzt wurden dabei vor allem der ehemalige Rübenlagerplatz sowie die Dachflächen der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe.
Für die Vereinigung DIE RÜBENBAUERN markiert das Projekt einen Meilenstein. Erstmals wurde ein stillgelegter Rübenlagerplatz für die Erzeugung erneuerbarer Energie umgewidmet. Die von den RÜBENBAUERN errichtete Teilanlage verfügt über eine Leistung von 1,9 Megawatt-Peak und kann den durchschnittlichen Jahresstrombedarf von rund 380 Haushalten decken.
„Die energetische Nutzung von stillgelegten Rübenlagerplätzen ist zusätzlich zur Tatsache, dass bereits versiegelte Flächen zur Energienutzung verwendet werden, eine sinnvolle Weiterentwicklung und kann Teil der von der Politik gewünschten grünen Energiewende sein“, erklärt Ernst Karpfinger, Präsident der Vereinigung DIE RÜBENBAUERN.
Der Weg zur Fertigstellung war jedoch nicht frei von Hindernissen. Wie Markus Schöberl, Direktor der Vereinigung DIE RÜBENBAUERN, berichtet, stellte die Umsetzung des Projekts die Beteiligten mehrfach vor Herausforderungen. Neben regulatorischen Hürden sorgten auch wirtschaftliche Schwierigkeiten des Hauptlieferanten kurz vor der Fertigstellung für Verzögerungen. Dadurch verschob sich die Inbetriebnahme der Anlage um rund ein halbes Jahr.
Trotz dieser Schwierigkeiten gilt das Projekt heute als beispielhaft für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Gemeinden und Energiewirtschaft. Die Anlage zeigt, wie bestehende Infrastruktur und versiegelte Flächen sinnvoll genutzt werden können, um zusätzliche Flächenversiegelung zu vermeiden und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung zu leisten.
Mit dem Trautmannsdorfer Vorzeigeprojekt wird deutlich: Die Energiewende findet nicht nur auf neuen Flächen statt – manchmal beginnt sie genau dort, wo einst die Ernte gelagert wurde.
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