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Vom Hotelier zum Meeresschützer: Universal Beach Hotels setzt auf die Regeneration des Mittelmeers

31.07.2026

Die mallorquinische Hotelgruppe engagiert sich für die Wiederherstellung von Neptungras-Wiesen und Algenwäldern und macht Fortschritte bei CO₂-Emissionen, Wasserverbrauch, Kreislaufwirtschaft und regionalem Einkauf.

©silvia mus(Medgardens.jpg
Aus dem Projekt mit MedGardens ist bereits eine wissenschaftlich veröffentlichte Methode zur Wiederbepflanzung von Neptungras hervorgegangen © Silvia Mus
Palma – Wer wirtschaftlich vom Meer lebt, trägt auch Verantwortung für dessen Zukunft. Diesen Anspruch will Universal Beach Hotels, die 18 Hotels auf den Balearen umfasst, zunehmend über den eigenen Hotelbetrieb hinaus umsetzen. Die familiengeführte Hotelgruppe unterstützt als Förderer des Projekts MedGardens der Cleanwave Foundation die Wiederherstellung von Neptungras-Wiesen (Posidonia) und Algenwäldern auf Mallorca. Die ökologisch wertvollen Lebensräume sind wichtige Rückzugsorte für zahlreiche Arten und spielen eine zentrale Rolle für den Küstenschutz und die Wasserqualität im Mittelmeer.
 

Das Engagement hat für Universal Beach Hotels einen direkten Bezug zum eigenen Geschäftsmodell: Nahezu alle Häuser der Hotelgruppe auf den Balearen liegen am Meer, viele davon in erster Strandlinie. Der Schutz der mediterranen Ökosysteme wird daher als Investition in die langfristige Zukunft der Region und des Tourismus verstanden.
 

„Das Meer ist für uns weit mehr als die Kulisse für einen gelungenen Urlaub. Es ist Lebensraum, Teil der Identität Mallorcas und eine wesentliche Grundlage für den Tourismus“, sagt Mirtha Erhart-Zimmerli, Vorstandsmitglied von Universal Beach Hotels und maßgeblich an der ESG-Strategie des Unternehmens beteiligt. Nachhaltigkeit müsse deshalb über die Reduktion des eigenen Ressourcenverbrauchs hinausgehen: „Wir möchten auch dazu beitragen, geschädigte Ökosysteme zu regenerieren und das Bewusstsein dafür zu stärken, dass der Schutz des Mittelmeers eine gemeinsame Verantwortung ist.“
 

Wissenschaft trifft auf praktischen Meeresschutz

Im Rahmen von MedGardens wird die Wiederherstellung von Neptungras-Wiesen und Algenwäldern wissenschaftlich begleitet und dokumentiert. Aus dem Projekt ist bereits eine wissenschaftlich veröffentlichte Methode zur Wiederbepflanzung von Neptungras hervorgegangen. Zudem wurden Renaturierungsleitfäden für mediterrane Küstengebiete entwickelt.
 

Auch Gäste und Mitarbeitende werden in die Aktivitäten einbezogen. Nachhaltige Exkursionen sollen Urlaubern die Bedeutung der Unterwasserökosysteme vermitteln, während Schulungen das Wissen der Hotelteams stärken. Über den Verkauf von Cleanwave-Mehrwegflaschen können sich zudem die Hotelgäste beteiligen. Für jede verkaufte Flasche spendet Universal Beach Hotels einen Euro an die Cleanwave Foundation.
 

Wie breit das Engagement getragen wird, zeigte eine gemeinsame Küsten- und Unterwasserreinigung beim Universal Beach Hotel Marqués in Colònia de Sant Jordi. Rund 150 Freiwillige sammelten dabei insgesamt 115 Kilogramm Abfall am Strand, an der Wasseroberfläche und am Meeresgrund. Der Müll wurde anschließend sortiert und analysiert, um Erkenntnisse über die Quellen der Plastikverschmutzung an der balearischen Küste zu gewinnen.
 

Weniger CO₂ und  weniger Wasserverbrauch

Parallel zum Meeresschutz arbeitet Universal Beach Hotels an der Verbesserung der eigenen Umweltbilanz. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2025–2026 weist bei vergleichbaren Hotels eine Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 6,2 Prozent je Aufenthalt aus. Der Wert sank von 7,32 auf 6,86 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Hochgerechnet auf das jährliche Aktivitätsvolumen entspricht dies laut Unternehmen rund 320 Tonnen vermiedenen Emissionen.

Zu den Maßnahmen zählen energetische Sanierungen, eine verbesserte Gebäudehülle, der Austausch von Brennstoffen und Heizsystemen sowie der Ausbau der Photovoltaik.

Auch beim Wasserverbrauch zeigt sich eine Verbesserung: Zwischen 2024 und 2025 konnte der Verbrauch der Gruppe um rund vier Millionen Liter reduziert werden. Pro Übernachtung sank der Wasserverbrauch um knapp elf Prozent.

Fortschritte meldet das Unternehmen auch bei der Kreislaufwirtschaft. 2025 wurden insgesamt 9.240 Liter Altöl aus den Hotelanlagen gesammelt und zu Biodiesel verarbeitet. Dadurch seien rund 20,27 Tonnen CO₂ vermieden worden.

Gleichzeitig soll die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Die Ausgaben für Produkte von den Balearen stiegen innerhalb eines Jahres um mehr als 24 Prozent. 2025 machten regional bezogene Produkte damit 7,05 Prozent des gesamten Einkaufsvolumens aus.

„Als Familienunternehmen denken wir nicht in kurzfristigen Kampagnen, sondern in Generationen“, erklärt CEO Yannik Erhart. Eine intakte Natur, attraktive Arbeitsplätze, starke regionale Partner und effizient betriebene Hotels gehörten für das Unternehmen zu einem gemeinsamen Zukunftsmodell. „Nachhaltigkeit ist deshalb weder Zusatz noch Selbstzweck, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Mallorca langfristig eine lebenswerte Heimat und eine hochwertige Reisedestination bleibt.“

Mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie will Universal Beach Hotels ökologische Verantwortung, soziale Entwicklung und wirtschaftliche Stabilität verbinden. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert dazu Maßnahmen und Ziele in den Bereichen Umwelt, Mitarbeitende, gesellschaftliches Engagement und Unternehmensführung.

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31.07.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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