Vollelektrisch in die Zukunft: Start für größte E-Lkw-Flotte der österreichischen Abfallwirtschaft
Der neue Elektrofuhrpark besteht aus zwei Sattelzugmaschinen, sechs Müllpresswagen und fünf Kofferfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz. Er zeigt, dass leistungsstarke Elektromobilität mittlerweile auch im Schwerlastbereich praxistauglich ist. Neben der Reduktion von CO₂-Emissionen profitieren auch Fahrerinnen und Fahrer sowie Anrainerinnen und Anrainer: Die Fahrzeuge sind deutlich leiser unterwegs und sorgen so für eine spürbare Entlastung im täglichen Betrieb.
„Seit Anfang 2026 sind die neuen E-Lkw vollständig in unsere Fahrzeugflotte integriert. Damit reduzieren wir nicht nur unseren eigenen CO₂-Ausstoß, sondern möchten auch andere Unternehmen ermutigen, konsequent in nachhaltige Lösungen zu investieren“, betont Josef Scheidl, Geschäftsführer von Brantner green solutions.
Der dreizehnte vollelektrische Mercedes-Benz eActros wurde erst kürzlich von Pappas Wr. Neudorf ausgeliefert. Geladen werden die Fahrzeuge im firmeneigenen Ladepark, wo sie innerhalb von maximal sieben Stunden vollständig einsatzbereit sind. So stehen sie pünktlich zum täglichen Dienstbeginn zur Verfügung.
Um die Reichweiten von bis zu 550 Kilometern optimal zu nutzen, analysierte Brantner im Vorfeld umfassende Routentracking-Daten. Dadurch konnten jene Strecken identifiziert werden, auf denen der Umstieg auf Elektromobilität besonders effizient umgesetzt werden kann.
Parallel zur Erneuerung des Fuhrparks investiert das Unternehmen massiv in die entsprechende Infrastruktur. In der Brennaustraße in Krems sowie in Hagenbrunn entstehen High-Power-Ladeparks, die zu 100 Prozent mit grünem Strom betrieben werden. Weitere Standorte in Traiskirchen, Wulkaprodersdorf und Hohenruppersdorf sind bereits geplant.
Zusätzlich wurden mehrere Betriebsstandorte mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Ein Teil des benötigten Stroms wird im Rahmen einer Energiegemeinschaft selbst produziert – ein weiterer Schritt in Richtung Energieautarkie.
Investition aus eigener KraftDer Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Errichtung der Photovoltaikanlagen werden überwiegend aus Eigenmitteln finanziert. Damit setzt Brantner ein klares Zeichen für unternehmerische Verantwortung und langfristige Planungssicherheit.
Unterstützt wurde das Projekt jedoch auch durch eine gezielte Förderung der Republik Österreich. Im Rahmen des ENIN-Programms der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wurde der Förderantrag erfolgreich eingereicht. Diese Unterstützung erhöht die wirtschaftliche Planbarkeit und ermöglicht es dem Unternehmen, die Elektrifizierung weiter voranzutreiben: In den kommenden Jahren soll die Flotte um elf weitere E-Lkw erweitert werden.
Kreislaufwirtschaft als LeitprinzipBrantner green solutions versteht sich als Innovationstreiber der Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, Abfälle als wertvolle Ressourcen zu begreifen und möglichst viele Wertstoffe durch Recycling und Upcycling in neue Stoffkreisläufe zurückzuführen.
Brantner betreibt europaweit 12 Sortieranlagen, eine Biogasanlage, 13 Deponien sowie 11 Kompostieranlagen – darunter Österreichs modernste Kompostieranlage „Erdenreich“ in Gneixendorf (NÖ). Rund 1.000 Gemeinden und mehr als 26.000 Kundinnen und Kunden im In- und Ausland vertrauen auf die Dienstleistungen des Unternehmens. Mit dieser breiten Aufstellung ist Brantner nicht nur ein bedeutender kommunaler Partner, sondern auch ein wichtiger regionaler Arbeitgeber.
Mit der größten E-Lkw-Flotte der heimischen Abfallwirtschaft unterstreicht Brantner nun seinen Anspruch, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit konsequent miteinander zu verbinden – und die Branche aktiv in eine emissionsfreie Zukunft zu führen.