Voll auf AKWs gesetzt und voll verloren
Die Daten der französischen Stromproduktion der letzten drei Jahre (siehe Grafik) zeigen zweierlei:
Beim Ausbau des erneuerbaren Stromanteils tut sich so gut wie nichts und der Atomstrom dominiert übermächtig. Ganz "nebenbei": Erdgas kommt zu 40 % per Schiff aus Russland.
Blicken wir tiefer, kommt die Katastrophe der Stromversorgung voll zutage.
1. Wie kürzlich hier zu lesen war, wird der staatlich fixierte Atomstrom-Börsenpreis ab Jahresbeginn 2026 um 67 % (ja, siebenundsechzig! von 4,2 auf 7,0 ct/kWh) erhöht.
2. Die Atomaufsichtsbehörde (ASNR) billigte kürzlich für 20 von 57 Atomkraftwerken eine Laufzeitverlängerung von 40 (dafür wurden sie einst geplant) auf 50 Jahre; jedoch mit einer Auflage. Sie müssen sicherer gemacht werden, was veranschlagte 6 Mrd. € kosten soll. Das könnte erfahrungsgemäß auch viel teurer werden.
3. Mit der Laufzeitverlängerung werden vor allem die Rückbaukosten von 1 bis 3 Mrd. € pro AKW nur aufgeschoben, Endlagerkosten nicht einberechnet. Da die EdF verstaatlicht ist und keine Nettogewinne macht, sind alle Kosten budgetwirksam.
4. Steuergelder, die in der Atomkraft verschwinden, fehlen heute und in den kommenden Jahrzehnten, um den lächerlich geringen Anteil an erneuerbarem Strom von 21 % (= ein Drittel des deutschen Anteils von 60 %) intensiv zu vergrößern.
Die französische Regierung spielt 'Va banque', hat aber bereits vorher verloren:
Genau die Pleite-EdF soll nun 6 Mrd. € für die Laufzeitverlängerung stemmen - aus dem Staatsbudget!?
In jedem Fall muss(!) die EdF die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zur Laufzeitverlängerung möglichst kostensparend durchführen. Was das Unfallrisiko und das Risiko des "menschlichen Versagens" automatisch vergrößert.
Vergessen wir nie: Sowohl der Super-GAU von Tschernobyl als auch von Fukushima gehen auf menschliches Versagen zurück.
In Tschernobyl war es ein Bedienungsfehler der AKW-Mannschaft.
In Fukushima hatten die Experten eine höhere Schutzmauer gegen das Meer vorgesehen, die jedoch aus Kosteneinsparungsgründen einige Meter niedriger gebaut worden war.
FAZIT
Das Ausmaß der Verantwortungslosigkeit der Energiepolitik französischer Regierungen der letzten 20 Jahre ist im EU-Vergleich nicht zu toppen.
Wenn französischer Atomstrom ab 1.1.2026 auf 7 ct/kWh erhöht wird, ist er selbst aus abgeschriebenen AKWs nicht mehr wettbewerbsfähig, weil Photovoltaik- und Windparks an Land da bereits mithalten.
Weiters fehlt das dringend benötigte Geld, um die Forschung für schwimmenden Windparks vor Frankreichs Atlantikküste - DER Rettungsanker für die französische Stromversorgung - hochzufahren und die Stromwende (Photovoltaik, Wind, Netzumbau, Digitalisierung, Flexibilisierung, Sektorkoppelung, E-Mobilität, etc.) zu finanzieren.
Beim Ausbau des erneuerbaren Stromanteils tut sich so gut wie nichts und der Atomstrom dominiert übermächtig. Ganz "nebenbei": Erdgas kommt zu 40 % per Schiff aus Russland.
Blicken wir tiefer, kommt die Katastrophe der Stromversorgung voll zutage.
1. Wie kürzlich hier zu lesen war, wird der staatlich fixierte Atomstrom-Börsenpreis ab Jahresbeginn 2026 um 67 % (ja, siebenundsechzig! von 4,2 auf 7,0 ct/kWh) erhöht.
2. Die Atomaufsichtsbehörde (ASNR) billigte kürzlich für 20 von 57 Atomkraftwerken eine Laufzeitverlängerung von 40 (dafür wurden sie einst geplant) auf 50 Jahre; jedoch mit einer Auflage. Sie müssen sicherer gemacht werden, was veranschlagte 6 Mrd. € kosten soll. Das könnte erfahrungsgemäß auch viel teurer werden.
3. Mit der Laufzeitverlängerung werden vor allem die Rückbaukosten von 1 bis 3 Mrd. € pro AKW nur aufgeschoben, Endlagerkosten nicht einberechnet. Da die EdF verstaatlicht ist und keine Nettogewinne macht, sind alle Kosten budgetwirksam.
4. Steuergelder, die in der Atomkraft verschwinden, fehlen heute und in den kommenden Jahrzehnten, um den lächerlich geringen Anteil an erneuerbarem Strom von 21 % (= ein Drittel des deutschen Anteils von 60 %) intensiv zu vergrößern.
Die französische Regierung spielt 'Va banque', hat aber bereits vorher verloren:
Genau die Pleite-EdF soll nun 6 Mrd. € für die Laufzeitverlängerung stemmen - aus dem Staatsbudget!?
In jedem Fall muss(!) die EdF die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zur Laufzeitverlängerung möglichst kostensparend durchführen. Was das Unfallrisiko und das Risiko des "menschlichen Versagens" automatisch vergrößert.
Vergessen wir nie: Sowohl der Super-GAU von Tschernobyl als auch von Fukushima gehen auf menschliches Versagen zurück.
In Tschernobyl war es ein Bedienungsfehler der AKW-Mannschaft.
In Fukushima hatten die Experten eine höhere Schutzmauer gegen das Meer vorgesehen, die jedoch aus Kosteneinsparungsgründen einige Meter niedriger gebaut worden war.
FAZIT
Das Ausmaß der Verantwortungslosigkeit der Energiepolitik französischer Regierungen der letzten 20 Jahre ist im EU-Vergleich nicht zu toppen.
Wenn französischer Atomstrom ab 1.1.2026 auf 7 ct/kWh erhöht wird, ist er selbst aus abgeschriebenen AKWs nicht mehr wettbewerbsfähig, weil Photovoltaik- und Windparks an Land da bereits mithalten.
Weiters fehlt das dringend benötigte Geld, um die Forschung für schwimmenden Windparks vor Frankreichs Atlantikküste - DER Rettungsanker für die französische Stromversorgung - hochzufahren und die Stromwende (Photovoltaik, Wind, Netzumbau, Digitalisierung, Flexibilisierung, Sektorkoppelung, E-Mobilität, etc.) zu finanzieren.