Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

VIRUS kritisiert „Show-Baustart“ der S1-Lobauautobahn als rechtswidrig

02.04.2026

Neues Rechtsgutachten stellt Vorgehen der Asfinag infrage

katja kolumna-bagger-rostig.jpg
© Katja_Kolumna pixabay.vom

Wien – Die Umweltorganisation VIRUS übt scharfe Kritik am jüngst inszenierten Baustart für den Freilandabschnitt der S1-Lobauautobahn. Die in der Osterwoche präsentierten Maßnahmen seien ein „reiner Show-Baustart“ und würden der Öffentlichkeit ein falsches Bild vermitteln, so VIRUS-Sprecher Wolfgang Rehm.
 

„Mit dieser Aktion am 1. April soll suggeriert werden, dass das Projekt nun endgültig und wie von Verkehrsminister Peter Hanke im vergangenen Herbst angekündigt voll umgesetzt wird. Tatsächlich handelt es sich um eine Mogelpackung“, erklärt Rehm. Ein tatsächlicher Baubeginn sei erst für das kommende Jahr vorgesehen, sämtliche derzeitigen Aktivitäten seien rechtlich nicht gedeckt.
 

Grundlage für diese Einschätzung ist ein kürzlich von VIRUS vorgelegtes Rechtsgutachten auf universitärem Niveau, das inzwischen auch dem Vorstand der Asfinag sowie Minister Hanke übermittelt wurde. Demnach beschränken sich die bislang ausgeschriebenen Maßnahmen auf Umweltauflagen und begleitende Nebentätigkeiten.
 

Konkret gehe es dabei um Leistungen wie Umweltbauaufsicht, Luftgütemessungen, passiven Lärmschutz für einzelne Bauabschnitte, Pflege von Baufeldern, Brunnenverlegungen sowie ein Monitoring-System für den Baustellenverkehr. „Gerade letzteres ermöglicht es nun, mit dem Einsatz eines Baggers medienwirksam Bilder von angeblich bereits laufenden Bauarbeiten zu erzeugen“, so Rehm.
 

Aus Sicht von VIRUS werden damit jedoch keine vollendeten Tatsachen geschaffen. Vielmehr handle es sich um „niederschwellige Geldverschwendung“, während ausreichend Spielraum bestehe, das laufende Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof abzuwarten. Dieses betreffe nicht nur den Lobautunnel selbst, sondern den gesamten Abschnitt bis Süßenbrunn und könnte dem EU-Recht maßgeblich zum Durchbruch verhelfen.
 

Das neue Gutachten eröffnet laut VIRUS sowohl der Asfinag-Führung als auch dem zuständigen Minister nun die Möglichkeit, ihre bisherige Rechtsposition zu überdenken. Die bisherigen Reaktionen der Asfinag seien „reflexartig“ erfolgt und hätten das aktuelle Gutachten naturgemäß noch nicht berücksichtigen können.
 

Auch die von der Asfinag ins Treffen geführten eigenen Gutachten weist Rehm zurück. Diese seien im Zuge der Evaluierung des Klimaschutzministeriums im Jahr 2021 entstanden und hätten das vorrangige EU-Recht nicht ausreichend berücksichtigt. Auch spätere Stellungnahmen aus dem Jahr 2025 hätten das Bundesverwaltungsgericht nicht überzeugt.
 

Besonders brisant sei, dass zu den nun neu aufgeworfenen Rechtsfragen bislang keine belastbaren Gegenargumente vorlägen. „Rechtskräftige Bescheide allein reichen nicht aus, wenn es rechtlich gar keine Bundesstraße mehr gibt – das ist jedoch eine Grundvoraussetzung für die Tätigkeit der Asfinag“, betont Rehm.

Noch sei ausreichend Zeit, den eingeschlagenen Kurs zu korrigieren. „Der derzeitige Weg führt in einen klaren Rechtsbruch“, so Rehm abschließend.

  • Drucken
  • Empfehlen
02.04.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Lobau-Autobahn: Startschuss für Österreichs größte Sackgasse 

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Weltpremiere in Winterthur:  Weiltweit  größtes E-Kanalreinigungsfahrzeug startet in die Praxis

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 10. April 2026, 68.785 Artikel Online

Weitere Themen

  • Akku-Check statt Risiko: Wie E-Biker Brände vermeiden können
  • Hyundai startet neues Mobilitätsmodell: Auto-Abo erstmals mit integriertem Ladeguthaben
  • Langstrecke mit dem Elektroauto durch Europa:  Absolut kein  Problem mehr 
  • technotrans gewinnt Bahn-Großauftrag für Batteriekühlung
  • Stromladen im Turbo-Modus: Electra eröffnet Österreichs schnellsten Ladehub
  • Batterie-Recycling auf neuem Level: Modulare Konzepte für die Kreislaufwirtschaft
  • Gebrauchtwagen: Elektromobilität verändert den Markt grundlegend
  • Wienerinnen und Wiener sind im Bundesländer-Vergleich am kostengünstigsten mobil
  • 200 Millionen Liter weniger im Jahr: Wie Österreichs E-Autos den Ölhahn zudrehen
  • Berlin unter Strom: BVG baut ersten reinen Elektrobusbetriebshof   
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.592 Artikel | Seite 1 von 1.160

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
katja kolumna-bagger-rostig.jpg

© Katja_Kolumna pixabay.vom