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Virchow-Preis 2026 würdigt Pioniere im Kampf gegen Ebola

03.06.2026

Muyembe und Piot untersuchten bereits 1976 den ersten bekannten Ebola-Ausbruch

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Jean-Jacques Muyembe (DR Kongo) und Peter Piot (Belgien) © Virchow Foundation

Berlin - Der mit 500.000 Euro dotierte Virchow-Preis 2026 geht an die beiden Ebola-Forscher Jean-Jacques Muyembe und Peter Piot. Die internationale Auszeichnung würdigt ihre jahrzehntelange Arbeit bei der Erforschung, Bekämpfung und Eindämmung von Epidemien sowie ihren Einsatz für eine gerechte globale Gesundheitszusammenarbeit.
 

Die Bekanntgabe erfolgte durch die Virchow Foundation. Die Entscheidung traf ein unabhängiges Preiskomitee nach einer mehrmonatigen Nominierungs- und Bewertungsphase.
 

Die Ehrung fällt in ein symbolträchtiges Jahr: 2026 jährt sich der erste dokumentierte Ebola-Ausbruch zum 50. Mal. Gleichzeitig steht die Welt erneut vor Herausforderungen durch das gefährliche Virus. Vor diesem Hintergrund hebt das Komitee die außergewöhnliche Bedeutung der Arbeit der beiden Wissenschaftler hervor.
 

Muyembe und Piot waren bereits 1976 maßgeblich an der Untersuchung des ersten bekannten Ebola-Ausbruchs beteiligt. Ihre Zusammenarbeit gilt als Meilenstein der modernen Infektionsforschung und zeigte früh, wie wichtig internationale Kooperation bei der Bekämpfung globaler Gesundheitsbedrohungen ist. Über Jahrzehnte hinweg prägten beide Forscher die Entwicklung der Epidemiebekämpfung – gemeinsam und auf jeweils eigene Weise.
 

Während Jean-Jacques Muyembe entscheidend zur Erforschung des Ebola-Virus und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Afrika beitrug, setzte sich Peter Piot als Wissenschaftler und Gesundheitsmanager für den Ausbau internationaler Gesundheitsstrukturen und die globale Koordination bei Krankheitsausbrüchen ein. Ihre Arbeit reicht von der wissenschaftlichen Entdeckung und Analyse neuer Krankheitserreger bis hin zur Entwicklung von Strategien für eine wirksame Krisenbewältigung und den langfristigen Aufbau widerstandsfähiger Gesundheitssysteme.
 

Das Virchow-Preiskomitee betont, dass die Leistungen der beiden Preisträger beispielhaft für den Zusammenhang zwischen Wissenschaft, Gesundheitspolitik und gesellschaftlicher Verantwortung stehen. Ihre Forschung habe nicht nur dazu beigetragen, tödliche Ausbrüche besser zu erkennen und einzudämmen, sondern auch die internationale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich nachhaltig geprägt.
 

Mit der Auszeichnung werden daher nicht nur herausragende wissenschaftliche Leistungen gewürdigt, sondern auch das Engagement beider Forscher für globale Solidarität und eine gerechtere Gesundheitsversorgung. Damit verkörpern Muyembe und Piot in besonderer Weise das Vermächtnis des Mediziners Rudolf Virchow, nach dessen Verständnis Gesundheit untrennbar mit sozialen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbunden ist.
 

 

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