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Vienna to Dakar: Leise Richtung Süden - Elektromobilität auf der Langstrecke

13.02.2026

RIVE2DAKAR: Quer durch Europa unterwegs, bis wir viele Elektro-LKWs entdecken

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Laden des Ford Mustang Mach E direkt neben einem E-LKW © oekonews
Unterwegs von Wien nach Marokko und danach Richtung Dakar zur RIVE2DAKAR, der Null-Runde einer  von Silvia Brutschin, der Organisatorin der RIVE MAROC, geplanten E-Rallye.
Die Reise führt  uns  weiter durch Spanien, Kilometer um Kilometer Richtung Süden, bis nach Tarifa zur Fähre. Und wie so oft sind es die Zufälle, die besonders eindrucksvoll zeigen, wo wir gerade mit E-Mobilität in Europa stehen.

 
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Elektro-LKW beim Laden © oekonews Holler
Mitten in Spanien lotst uns das Navi unseres Ford Mustang MachE, der uns von Ford Österreich zur Verfügung gestellt wurde, zu einem Ort, der sinnbildlich für die Entwicklung der Elektromobilität steht. 

Auf einem Logistikgelände reiht sich ein elektrischer Kühl-Lkw an den nächsten. Im Einsatz für die spanische Handelskette Consum, betrieben gemeinsam mit Logistikpartnern wie TLX (Disfrimur), wird hier sichtbar, was häufig noch als Zukunftsvision gilt: emissionsfreie Logistik im Alltag.
Consum gilt in Spanien als eine der Vorreiter-Organisationen im Einzelhandel, wenn es um nachhaltige Mobilität geht. Seit mehreren Jahren setzt die Genossenschaft auf elektrische Mobilität – sowohl für Kund*innen als auch in der eigenen Logistik.


Kund*innen-Ladeinfrastruktur
Seit 2019 bietet Consum öffentliche Ladepunkte auf Supermarkt-Parkplätzen an und war damit eine der ersten Ketten in Spanien mit einer eigenen Ladeinfrastruktur.

Diese Ladeinfrastruktur wird  weiterhin deutlich ausgebaut: In den kommenden zwei Jahren sollen 343 Filialen mit Schnellladern und weiteren Lademöglichkeiten für Elektroautos ausgestattet werden,   insgesamt  sollen über 800 Ladepunkte entstehen.

Die Ladeleistungen reichen von 22 kW bis 150 kW, sodass viele Fahrzeuge in etwa 30 Minuten laden können – passend zur Einkaufspause.  

Ein besonders spannendes Projekt findet sich im Bereich der letzten Meile der Lebensmittellogistik:


Elektrische Kühl-Lkw im Einsatz
In Zusammenarbeit mit dem Logistikpartner TLX (Teil der Grupo Disfrimur) betreibt Consum eine Flotte von 100 % elektrischen, gekühlten Lieferfahrzeugen,  die vor allem für die  urbane Auslieferung im Einsatz sind.

Diese Fahrzeuge – meist 7,5-Tonnen-Kühltransporter – werden u. a.   zwischen den Logistikzentren von Las Torres de Cotillas und Finestrat und den Consum-Filialen in Benidorm eingesetzt.

Sie sind lautlos, emissionsfrei unterwegs und tragen zur sauberen, geräuscharmen Belieferung der Innenstadt bei.


Technische Details
Die Lkw werden gemeinsam mit JAC Motors Iberia gebaut und nutzen elektrische Kühlaggregate wie den Thermoking V-600 XMAX50, betrieben durch die Addvolt Power Unit.

Die Kühlung läuft  vollelektrisch über die Batteriesysteme, was bedeutet, dass während der Fahrt keine Diesel-Hilfssysteme laufen müssen. Das ist ein hoher Effizienz- und Nachhaltigkeitsgewinn.

 Die typischen Reichweiten liegen  zwischen 150 – 300 Kilometern,  was perfekt für tägliche Liefer- und Verteilstrecken ist.

In Städten wie Benidorm hat Consum durch den Einsatz dieser elektrischen Lastwagen bereits über 600 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr vermieden – und das bei deutlich geringerer Lärmbelastung.

Das Projekt begann 2023 mit einem einzigen Testfahrzeug und wurde schnell auf mehrere elektrische Lkw ausgeweitet, die  nun regelmäßig im Einsatz sind.

Die Initiative gilt als eine der ersten solchen Anwendungen im spanischen Lebensmittel-Einzelhandel für  gekühlte Transporte.

Das Projekt ist  also  nicht mehr nur  "Pilotphase", sondern eine  reale, im täglichen Betrieb laufende  Umsetzung  für emissionsfreie urbane Logistik.  


Weitere Elektrifizierung der Schwerlast- und Logistik-Infrastruktur


Auch über Consum hinaus gibt es in Spanien Bewegung in Richtung elektrifizierter Lieferketten – was auch den TLX/Disfrimur-Ansatz stützt:

Der Logistikkonzern Disfrimur arbeitet mit Energiekonzernen wie Iberdrola daran, auf seinen Standorten über 160 Ladepunkte für E-Lkw zu errichten – viele davon sind gleichzeitig öffentliche Schnellladepunkte mit Megawatt-Leistung.

Diese Infrastruktur wird in diversen Regionen Spaniens aufgebaut (z. B. Murcia, Alicante, Valencia, Madrid uvm.), um den Einsatz von größeren E-Lkw auf Langstrecken zu ermöglichen.

Damit entsteht gerade die technische Grundlage für elektrische Schwerlast-Logistik entlang der Hauptverkehrsachsen – ein Schlüssel, um den Einsatz von E-Lkw über reine Stadtlogistik hinaus auszudehnen. 

Consum setzt also längst nicht nur auf Ladepunkte für Kund*innen, sondern integriert E-Mobilität in wesentliche Teile seiner Lieferkette.
In Zusammenarbeit mit TLX/Disfrimur und Partnern wie Addvolt und JAC Motors fährt eine wachsende Flotte von elektrischen, gekühlten Lastwagen planmäßig Lebensmittel zu Supermärkten.
Die Logistik-Elektrifizierung trägt messbar zur Reduktion von CO₂-Emissionen und Lärm in Städten bei.
Gleichzeitig entwickelt Spanien über Projekte mit Disfrimur und Energieunternehmen eine Ladeinfrastruktur für elektrische Schwerlast-Transportketten – ein weiterer Baustein für klimafreundliche Logistik.
Nachhaltigkeit wird hier nicht vermarktet, sondern gelebt.Was wir gesehen haben, ist kein Einzelfall, sondern steht für grundlegenden Wandel. Die Zukunft der Logistik ist leise, effizient und elektrisch – und sie ist längst Realität.  Diese Erkenntnis begleitet uns auch nach tausenden Kilometern quer durch Österreich, Deutschland, Frankreich und Spanien.

Elektrische Langstrecke in Europa funktioniert. Der Ford Mustang Mach-E von Ford Motor Company / Ford Austria hat sich auf Autobahnen und Landstraßen, in Städten und über Bergpässe hinweg bewährt. Berge, Flüsse, Küsten – alles zieht leise, effizient und emissionsfrei vorbei. 


Und selbst am äußersten Rand Europas zeigt sich dieses Bild: Auch die Polizei in Tarifa, direkt neben dem Fährhafen, setzt bereits auf Elektromobilität und ist elektrisch unterwegs. Ein starkes Signal dafür, wie selbstverständlich E-Mobilität in immer mehr Bereichen angekommen ist. 

Wer noch immer behauptet, Elektromobilität sei nichts für lange Distanzen, liegt falsch. Die Technik ist da. Die Infrastruktur ist da. Was es  braucht, ist der Mut, es einfach zu tun.

Wir stehen auf der Fähre.  Nächster Abschnitt:  Afrika! 

Marokko, wir kommen! 
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Einer der Kühl-E-LKW © oekonews Holler
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Auf dem Weg auf die Fähre © oekonews

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13.02.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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