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Vienna Food Innovation: Impulse, die durch den Magen gehen

04.03.2026

Wien will sich als Zentrum für nachhaltige Food Innovation positionieren.

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© Innes Linder auf Pixabay

Mit dem Auftakt-Event „Vienna Food Innovation: Breakfast Club“ hat die Wirtschaftsagentur Wien einen neuen Schwerpunkt gestartet, der Ernährung neu denken will – regionaler, klimafreundlicher und resilienter.

„Wir müssen Abhängigkeiten reduzieren und der regionalen Versorgungssicherheit wieder mehr Aufmerksamkeit schenken“, sagt Projektleiterin Carina Trafoier. Hintergrund sind drängende Herausforderungen: Die Lebensmittelproduktion verursacht rund ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen, gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung weiter. Innovative Produkte und Systeme seien daher essenziell, um die Ernährung der Zukunft zu sichern.
 

Der neue Schwerpunkt bündelt Projekte rund um alternative Proteine, nachhaltige Verpackungen, Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von Nebenströmen. Besonders viel Potenzial sieht Trafoier bei pflanzenbasierten Proteinen und Pilzinnovationen sowie bei umweltfreundlichen Verpackungslösungen – etwa auf Algenbasis. Auch Alternativen zu CO₂-intensiven Rohstoffen wie Kakao oder Kaffee gewinnen an Bedeutung. Ein Beispiel dafür ist das „NoSchoko-Stangerl“ der Wiener Bäckerei Ströck, bei dem „Schokolade“ aus Sonnenblumenkernen hergestellt wird.
 

Dass Wien gute Voraussetzungen für diesen Wandel bietet, liegt laut Trafoier an der hohen Lebensqualität, der dichten Hochschullandschaft und der engen Vernetzung zwischen Wirtschaft und Forschung. Start-ups finden hier Förderungen, Coachings und Inkubationsprogramme – und damit ein Sprungbrett in den gesamten D/A/CH-Raum. Ein Beispiel für erfolgreiche Unterstützung ist die „Erste Wiener Tofumanufaktur“ am Karmelitermarkt, die lokal produziert und neue Maßstäbe in der regionalen Versorgung setzt.
 

Als größte Herausforderungen nennt Trafoier die schwierige Finanzierungslage für Start-ups, fehlende Testinfrastrukturen sowie ein teils noch konservatives Konsumverhalten. Für einen echten Wandel brauche es daher beides: innovative Angebote und Offenheit auf Konsument:innenseite.
 

Die „Zutaten“ für eine lebendige Food-Innovation-Community? Peer Learning statt Konkurrenzdenken, unterstützende Rahmenbedingungen – und Experimentierfreude. Weitere Vernetzungstreffen sind quartalsweise geplant. Der Aufruf ist offen: Wer Ideen hat und die Ernährung der Zukunft mitgestalten will, ist eingeladen, Teil der Initiative zu werden.
 

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