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Versorgungssicherheit trotz Erdöl Terror

01.06.2004

IG Windkraft: In Zeiten unsicherer Energieversorgung ist es absurd, heimische Ökostromproduktion abzudrehen

ja © IG Windkraft - www.igwindkraft.at
ja © IG Windkraft - www.igwindkraft.at
Anlässlich der heute in Bonn beginnenden Weltkonferenz für Erneuerbare Energien und der dramatischen Entwicklungen in Saudi Arabien, fordert die IG Windkraft den weiterenÖkostrom-Ausbau in Österreich. Umweltminister Pröll muss in Bonn klar für die Setzung eines EU-weiten Erneuerbare- Energien-Zieles von 25% bis 2020 eintreten.
"Gerade angesichts der Terrorattacken in Saudi-Arabien und des stetigen Anstiegs der Ölpreise ist es absurd, dass Minister Bartenstein die Ökoenergie und damit eine höhere Versorgungssicherheit durch heimische Energieerzeugung einschränken will", erklärt Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft. "Es war absehbar, dass der Terror sich auf den Lebensnerv der westlichen Konsumgesellschaften, die Ölversorgung, ausweiten wird. Die von der El-Quaida angekündigten Kampfmaßnahmen sorgen für eine langfristige Destabilisierung der Energieversorgung durch Erdöl. Diese Ankündigungen sowie die Tatsache, dass die meisten Erdölgesellschaften die Maxima ihrer Erölproduktion bereitsüberschritten haben, führen zu einem saftigen Anstieg der Ölpreise. Dies bestätigt auch die gestrige Prognose Österreichs führender Energieexperten, die innerhalb von 10 Jahren eine Verdreifachung der Rohölpreise abschätzen.
Auch die EU fordert von Österreich den Ökostromausbau: Ein druckfrischer Bericht der EU-Kommission betreffend Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien kommt zum Ergebnis, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien im Strombereich in Österreich von 70 Prozent im Jahr 1997 auf 68 Prozent im Jahr 2002 gesunken ist. Bis 2010 ist Österreich jedoch verpflichtet, 78,1% zu erreichen. Der Bericht rügt die große Unsicherheit, die die österreichische Stop-And-Go-Politik beimÖkostrom für die Ökostromerzeuger bringt. Die IG Windkraft fordert daher eine Anhebung des Ziels für Ökostrom ohne Wasserkraft auf 8% bis 2010. Bis 2020 soll in Österreich der Anteil aller Erneuerbaren Energien im Strombereich auf 85 Prozent angehoben werden.
Im Sinne der europäischen Versorgungssicherheit ist Umweltminister Pröll angehalten, sich in Bonn für ein EU-weites Ziel von 25% Erneuerbare Energien am Primärenergieaufkommen für 2020 stark zu machen. Derzeit beträgt die Energieabhängigkeit der EU über 50% und droht auf 70% zu steigen.
Rückfragehinweis: IG Windkraft, Stefan Hantsch, Tel. 02742 21955, 0664 2616467, http://www.igwindkraft.at
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0115 2004-06-01/11:59

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01.06.2004 | Autor*in: pawek
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