Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität(current)1
  • Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Mobilität

Verkehrsministerrat: Hanke fordert Strategie für europäische Bahnindustrie

08.06.2026

EU-Verkehrsminister beraten über Zukunft der Bahnindustrie – Österreich drängt auf europäische Industrieoffensive für Schiene, digitale Souveränität & faire Wettbewerbsbedingungen.

Batteriezug.jpg
Umweltfreundliche Batteriezüge ersetzen die bisher eingesetzten Dieselzüge bei der Regiobahn © SIEMENS
Wien & Brüssel  - Im Rahmen des heutigen Rates der EU-Verkehrsminister hat Mobilitätsminister Peter Hanke der Europäischen Kommission vorgeschlagen, eine umfassende Strategie für die europäische Eisenbahnindustrie zu erarbeiten. Hintergrund sind die zunehmend verzerrten globalen Wettbewerbsbedingungen, die wachsende Bedeutung digitaler Technologien im Bahnsektor sowie die strategische Bedeutung der Schienenindustrie für Europas Wirtschaft, Mobilität und Versorgungssicherheit.

„Die europäische Eisenbahnindustrie erwirtschaftet jedes Jahr rund 45 Milliarden Euro Umsatz und sichert mehr als 650.000 Arbeitsplätze. Sie ist eine strategisch wichtige Schlüsselbranche für die Europäische Union. Ohne eine starke Bahnindustrie sind klimafreundliche Mobilität, industrielle Wertschöpfung, Innovation und eine sichere Versorgung in Europa nicht denkbar“, betonte Hanke am Rande der Ratssitzung.
 

Die Europäische Kommission hat in den vergangenen Jahren bereits branchenspezifische Industrieinitiativen wie den Industrial Action Plan für die Automobilindustrie oder die Industrial Maritime Strategy für die Schifffahrt vorgelegt. Österreich sieht nun die Zeit gekommen, einen vergleichbaren strategischen Ansatz auch für die europäische Eisenbahnindustrie zu entwickeln.

Die Forderung Österreichs stützt sich auch auf aktuelle Analysen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), die einen tiefgreifenden Wandel der globalen Wettbewerbsbedingungen im Bahnsektor aufzeigen. Demnach wird der internationale Markt zunehmend von staatlich gestützten Konzernen geprägt, die von umfangreichen Subventionen, staatlich gelenkter Finanzierung und eingeschränktem Marktzugang für ausländische Anbieter profitieren. Dadurch geraten europäische Hersteller trotz ihrer technologischen Stärke und hoher Sozial-, Umwelt- und Sicherheitsstandards zunehmend unter Druck.
 

„Wir stehen vor einer industrie- und sicherheitspolitischen Herausforderung. Es geht längst nicht mehr nur darum, welche Züge auf unseren Schienen fahren. Es geht auch darum, wer über unsere Mobilität entscheidet, wer die Software kontrolliert und wie wir unsere kritische Infrastruktur langfristig absichern“, so Hanke.
 

Laut Hanke müsse die europäische Bahnindustrie-Strategie fünf zentrale Anforderungen erfüllen:

  1. Durchführung einer umfassenden Risikoanalyse und Bewertung strategischer Abhängigkeiten.

  2. Evaluierung bestehender europäischer Instrumente hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf den Bahnsektor.

  3. Sicherstellung gleicher Marktbedingungen und fairen Wettbewerbs gegenüber Drittstaaten durch eine konsequente Anwendung bestehender Handels- und Marktzugangsinstrumente.

  4. Stärkere Nutzung der öffentlichen Auftragsvergabe als Hebel für fairen Wettbewerb und europäische Wertschöpfung.

  5. Förderung digitaler Souveränität sowie sicherheitsrelevanter Anforderungen in Bahnsystemen und Genehmigungsverfahren.

„Offene Märkte brauchen faire Spielregeln. Wenn Europa Milliarden in den Ausbau seiner Schieneninfrastruktur investiert, müssen diese Investitionen auch Innovation, Know-how und hochwertige Arbeitsplätze in Europa stärken. Die Frage ist: Wollen wir Technologieführer bleiben oder Technologiekonsumenten werden? Diese Entscheidung fällt auch auf der Schiene“, so Hanke abschließend.


 

  • Drucken
  • Empfehlen
08.06.2026
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Vehemente Kritik am geplanten Sachbezug für Elektro-Firmenwagen

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

BYD legt in Österreich kräftig zu: Spitzenwerte bei Wachstum, Marktanteil und Kundenbewertung

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 22. Juli 2026, 69.721 Artikel Online

Weitere Themen

  • DS N°7 ÉLYSÉE: Frankreichs Präsident fährt elektrisch
  • Kia verdoppelt seine Elektro-Zulassungen in Österreich
  • Rekord-Juni: Leapmotor stürmt an die Spitze der chinesischen E-Auto-Hersteller!
  • S18: Vorprojekt genehmigt - Kritik an Kosten, Zeitplan und Verkehrswirkung
  • DS N°7 E-Tense: Premium-E-SUV mit bis zu 740 Kilometern Reichweite
  • Sonne statt Diesel: Weltweit erster Solar-Krankenwagen aus Eindhoven
  • Wienflussweg endlich durchgängig ruckelfrei
  • Neue Studie zu Elektroautos: Verkaufspreise sinken um 18 Prozent, Modellvielfalt nimmt stark zu
  • CUPRA Raval PLUS: Neuer Elektro-Einstieg mit LFP-Batterie
  • VW bringt günstigere ID.-Polo-Version ab 19.990 Euro
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
11.761 Artikel | Seite 1 von 1.177

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Batteriezug.jpg

Umweltfreundliche Batteriezüge ersetzen die bisher eingesetzten Dieselzüge bei der Regiobahn © SIEMENS