Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Vegetarierstudie: Ein bisschen Fleisch schadet nicht, wenn man sonst gesund lebt

08.06.2005

Man muss nicht unbedingt Vegetarier sein, um das Alter eines Methusalems zu erreichen: Wer nicht raucht, entsprechend Bewegung macht und Übergewicht vermeidet, kann sein Risiko, vorzeitig zu sterben, drastisch reduzieren

Ein mäßiger Fleischkonsum ist bei gesunder Lebensweise offenbar nicht von Nachteil, wie die deutsche Vegetarier–Studie zeigt. 21 Jahre lang, von 1978 bis 1999, haben Epidemiologen des Deutschen Krebsforschungszentrums unter Federführung von Professor Jenny Chang–Claude Vegetarier und gesundheitsbewusste Nichtvegetarier beobachtet. Ziel der Studie war es, die Auswirkungen der vegetarischen Ernährung und des damit verbundenen Lebensstils auf das Sterberisiko zu verstehen. Zu diesem Zweck wurden Sterbefälle bei den Studienteilnehmern regelmäßig erfasst und mit den für die Allgemeinbevölkerung im entsprechenden Alter zu erwartenden Werten verglichen. Die Wissenschaftler haben die insgesamt 1904 Studienteilnehmer in drei verschiedenen Ernährungstypen unterschieden: Veganer (60 Teilnehmer), die weder Fleisch noch andere tierische Lebensmittel wie Eier oder Milch zu sich nahmen, Ovo–Lakto–Vegetarier (1165 Studienteilnehmer), die Fleisch mieden, aber Eier und Milchprodukte aßen, und Nichtvegetarier* (679 Teilnehmer), die angaben, gelegentlich kleine Mengen an Fleisch oder Fisch zu essen.
Bis Ende 1999 waren 535 (28 Prozent) der Studienteilnehmer verstorben. Damit lag die Gesamtmortalität der Probanden deutlich unter der Sterblichkeit der Allgemeinbevölkerung. Bei den Männern war die Sterblichkeit um fast die Hälfte reduziert, bei den Frauen um rund ein Drittel. Verringert war vor allem das Risiko, an Herzkreislauferkrankungen zu sterben. Aber auch das Sterberisiko an Krebs, Atemwegserkrankungen und Magen–Darm–Erkrankungen war unter den Studienteilnehmern deutlich erniedrigt.
Innerhalb der Studienpopulation zeigte sich keine Abhängigkeit des Sterberisikos vom Fleischkonsum. Vegetarier hatten jedoch ein tendenziell geringeres Risiko als Nicht–Vegetarier, an einer koronaren Herzerkrankung zu sterben. Dieser Befund erreichte zwar keine statistische Signifikanz, lässt sich aber durchaus mit der Fleischabstinenz erklären und steht in Einklang mit der Hypothese, dass tierische Fette und cholesterinreiche Kost die koronare Herzkrankheit begünstigen, kommentiert Chang–Claude. Trotz der geringen Zahl an Rauchern unter den Probanden erwies sich auch in dieser Studie das Rauchen als stärkste Einflussgröße der Mortalität. Regelmäßiger Konsum von Alkohol steigerte vor allem das Risiko an Krebserkrankungen zu sterben, während starkes Übergewicht eher die herzkreislaufbedingte Mortalität in die Höhe trieb. Schützend vor nahezu allen Todesursachen, von Herzkreislauferkrankungen bis zu Krebs, wirkte sich eine mäßige bis hohe körperliche Aktivität aus.
Ein Unterschied der Mortalität bei Vegetariern und Nicht–Vegetariern ließ sich nicht nachweisen. "Beide Gruppen unterschieden sich jedoch aufgrund ihres insgesamt sehr gesundheitsbewussten Lebensstils deutlich von der Allgemeinbevölkerung", betont Chang–Claude. Als Rezept für ein langes Leben empfiehlt die Epidemiologin sowohl Vegetariern als auch Nicht–Vegetariern: Verzicht auf das Rauchen, regelmäßige Bewegung, eine Ernährung reich an Obst und Gemüse, nur moderaten Alkoholgenuss und Vermeidung von Übergewicht.
Quelle: Jenny Chang–Claude, Silke Hermann, Ursula Eilber, and Karen Steindorf: Lifestyle Determinants and Mortality in German Vegetarians and Health–Conscious Persons: Results of a 21–Year Follow–up. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev, April 2005; 14(4), 963–968. / Deutsches Krebsforschungszentrum
  • Drucken
  • Empfehlen
08.06.2005 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Gentechnik und/oder traditioneller Pflanzenbau?

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Gesunde Mobilität für Kinder

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 13. Dezember 2025, 67.928 Artikel Online

Weitere Themen

  • Functional Food
  • Bio auch in China
  • WWF empfiehlt Verbrauchern den Kauf von Fischprodukten mit MSC–Label
  • Tote Kühe durch Genmais?
  • „Bio macht Schule„ im Burgenland
  • Machen Handy–Strahlen dumm?
  • Werden unsere Lebensmittel zur Medizin?
  • Gesundheitsrisiken im und um das Auto
  • Unterschiedliche Meinungen zu gentechnisch veränderter Nahrung in Europa
  • Großer Erfolg für Österreich bei Gentech–Importverboten
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 305
  • 306(current)
  • 307
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.189 Artikel | Seite 306 von 319

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2025 oekonews.at