VCÖ warnt: Fahrgäste sind Leidtragende des geplanten Personalabbaus bei ÖBB!
VCÖ (Wien, 21. Oktober 2004) –Der VCÖ warnt vor Verschlechterungen für die Fahrgäste durch einen massiven Personalabbau bei den ÖBB. Wird bis zum Jahr 2010 jeder 3. Bedienstete abgebaut, sind weniger Zugverbindungen und schlechteres Kundenservice die Folge. Der VCÖ fordert von Seiten der Politik mehr Investitionen in die Bahn. Verschlechterungen bei der Bahn verursachen mehr Lkw– und Pkw–Verkehr und damit durch mehr Staus, mehr Unfälle und höhere Umwelt– und Gesundheitsbelastungen enorme volkswirtschaftliche Schäden.
„Bei allem Verständnis für nötige Effizienzsteigerungen, das nun diskutierte Ausmaß vom Abbau von 12.000 bis 15.000 Bediensteten würde zu einer massiven Verschlechterung der Bahnangebote führen. Weder jeder 3. ÖBBler bis zum Jahr 2010 gehen muss, dann bedeutet das weniger Zugverbindungen, schlechteres Kundenservice und es sind auch schlechtere Sicherheitsstandards zu befürchten„, stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ–Forschungsinstitut fest.
„Bei allem Verständnis für nötige Effizienzsteigerungen, das nun diskutierte Ausmaß vom Abbau von 12.000 bis 15.000 Bediensteten würde zu einer massiven Verschlechterung der Bahnangebote führen. Weder jeder 3. ÖBBler bis zum Jahr 2010 gehen muss, dann bedeutet das weniger Zugverbindungen, schlechteres Kundenservice und es sind auch schlechtere Sicherheitsstandards zu befürchten„, stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ–Forschungsinstitut fest.
Selbst bei Beibehaltung der derzeitigen Bahnverbindungen wird der Lkw–Verkehr in Österreich bis zum Jahr 2010 um weitere 15 Prozent zunehmen, die Zahl der Pkw um rund 500.000 steigen und die Zahl der zurückgelegten Autokilometer von derzeit rund 57 Millia
Der VCÖ fordert mehr Investitionen in die Verbesserung und Modernisierung der Bahn. Vor allem bestehende Strecken könnten kostengünstig wirkungsvoll verbessert werden. „Statt dem Neubau sündteurer Prestigeprojekte sollten bestehende Strecken saniert und damit beschleunigt werden. Davon profitieren die Pendler, die Fahrgäste und auch die Steuerzahler„, stellt VCÖ–Experte Rauh fest.
Die jüngst veröffentliche VCÖ–Studie „Wirtschaftsfaktor Öffentlicher Verkehr„ hat gezeigt, dass derzeit die Leistungen der Bahn rund 1 Million Lkw–Transitfahrten ersparen. Mit rund 1.030 Kilometer pro Person gehören die Österreicher zu den drittfleißigsten Bahnfahrern in der EU. „Wenn es die Politik ernst meint und den Verkehr stärker auf die Bahn verlagern möchte, dann muss das bestehende Angebot verbessert und modernisiert werden. Das ist aber nicht mit Einsparungen zu erreichen, sondern mit Investitionen„, betont VCÖ–Experte Rauh.
Die jüngst veröffentliche VCÖ–Studie „Wirtschaftsfaktor Öffentlicher Verkehr„ hat gezeigt, dass derzeit die Leistungen der Bahn rund 1 Million Lkw–Transitfahrten ersparen. Mit rund 1.030 Kilometer pro Person gehören die Österreicher zu den drittfleißigsten Bahnfahrern in der EU. „Wenn es die Politik ernst meint und den Verkehr stärker auf die Bahn verlagern möchte, dann muss das bestehende Angebot verbessert und modernisiert werden. Das ist aber nicht mit Einsparungen zu erreichen, sondern mit Investitionen„, betont VCÖ–Experte Rauh.
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