VCÖ–Untersuchung: EU–Transitvorschlag bedeutet plus 200.000 Tonnen CO2–Emissionen im Jahr 2005!
Wien, 25. November 2003. Der VCÖ lehnt den Kompromissvorschlag der EU – eine Ökopunkte–Regelung nur für alte Lkw – als völlig unzureichend ab. Wird dieser Vorschlag umgesetzt, werden die CO2–Emissionen der Transit–Lkw von 624.000 Tonnen im Jahr 2002 auf rund 840.000 Tonnen im Jahr 2005 steigen. Die Rußpartikel–Emissionen der Transit–Lkw werden von 300 Tonnen im Vorjahr auf rund 380 Tonnen im Jahr 2005 steigen. Der VCÖ fordert eine Ausdehnung der Lkw–Nachtfahrverbote, den vorrangigen Ausbau der Schiene sowie eine Änderung der derzeit diskutierten EU–Wegekostenrichtlinie.
Der Kompromissvorschlag der EU für den Transitvertrag würde zu einem massiven Anstieg der Schadstoff–Emissionen der Transit–Lkw führen, warnt der VCÖ. Eine aktuelle Untersuchung des VCÖ zeigt, dass die CO2–Emissionen der Transit–Lkw um mindestens 210.000 Tonnen auf 840.000 Tonnen im Jahr 2005 steigen werden. Alarmierend ist auch der Anstieg der extrem gesundheitsschädlichen Rußpartikel: Die Transit–Laster würden bei Umsetzung des EU–Vorschlags im Jahr 2005 rund 380 Tonnen Rußpartikel in die Luft blasen. "Schon heute hat die Gesundheitsbelastung entlang der Hauptverkehrsstrecken das Maß des Erträglichen überschritten. Medizinische Studie zeigen, dass Kinder häufiger krank sind und dass Atemwegserkrankungen häufiger auftreten. Eine weitere Zunahme der Schadstoffbelastungen ist nicht zu akzeptieren", betont DI Wolfgang Rauh vom VCÖ–Forschungsinstitut.
Der VCÖ verweist zudem auf Untersuchungen des deutschen Umweltbundesamtes, die zeigten, dass Lkw im Normalbetrieb um rund ein Drittel mehr Schadstoffe ausstoßen, als gesetzlich erlaubt ist. Lediglich im Drehzahlbereich, der im Testzyklus untersucht wird, schalten die Motoren auf saubere Verbrennung um. "Dadurch liegt der Stickoxidausstoß im realen Fahrbetrieb deutlich über den Typisierungsgrenzwerten. Die modernen Lkw, die laut EU–Vorschlag unbeschränkt durch Österreich durchfahren sollen, sind bei weitem nicht so sauber, wie sie sein sollten", betont VCÖ–Experte Rauh.
Der VCÖ fordert, dass Österreich seine eigenen Möglichkeiten zur Verringerung des Lkw–Verkehrs stärker nützt. Neben einer Ausdehnung des Lkw–Nachtfahrverbots nach Schweizer Vorbild soll vor allem die Schiene vorrangig vor der Straße ausgebaut werden. "Bleibt der Generalverkehrsplan so wir er ist, dann wird noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagert", fordert VCÖ–Experte Rauh eine Änderung des Generalverkehrsplan. Der VCÖ fordert zudem von Österreichs Politik mehr Aktivitäten zur Änderung der EU–Wegekostenrichtlinie, die derzeit auf EU–Ebene diskutiert wird. "Wenn sich Österreich nicht rasch energischer in diese Diskussion einbringt, setzt es die nächste Niederlage bei einem Verkehrsthema", warnt VCÖ–Experte Rauh.
Ergebnisse der VCÖ–Untersuchung:
Schadstoff–Emissionen der Transit–Lkw im Jahr 2005 bei Umsetzung des EU–Vorschlags:
CO2–Emissionen: 840.000 Tonnen (im Jahr 2002: 624.000 Tonnen)
Stickoxide:8.700 Tonnen (im Jahr 2002: 6.700 Tonnen)
Rußpartikel: 380 Tonnen (im Jahr 2002: 300 Tonnen)
Zurückgelegte Kilometer der Transit–Lkw:
Jahr 2005: 1.150 Millionen Kilometer
(im Jahr 2002: 780 Millionen Kilometer)
Quelle: VCÖ 2003
Rückfragen: VCÖ–Kommunikation, Christian Gratzer, Tel. (01) 893 26 97, (0699) 1893 26 95.
Der Kompromissvorschlag der EU für den Transitvertrag würde zu einem massiven Anstieg der Schadstoff–Emissionen der Transit–Lkw führen, warnt der VCÖ. Eine aktuelle Untersuchung des VCÖ zeigt, dass die CO2–Emissionen der Transit–Lkw um mindestens 210.000 Tonnen auf 840.000 Tonnen im Jahr 2005 steigen werden. Alarmierend ist auch der Anstieg der extrem gesundheitsschädlichen Rußpartikel: Die Transit–Laster würden bei Umsetzung des EU–Vorschlags im Jahr 2005 rund 380 Tonnen Rußpartikel in die Luft blasen. "Schon heute hat die Gesundheitsbelastung entlang der Hauptverkehrsstrecken das Maß des Erträglichen überschritten. Medizinische Studie zeigen, dass Kinder häufiger krank sind und dass Atemwegserkrankungen häufiger auftreten. Eine weitere Zunahme der Schadstoffbelastungen ist nicht zu akzeptieren", betont DI Wolfgang Rauh vom VCÖ–Forschungsinstitut.
Der VCÖ verweist zudem auf Untersuchungen des deutschen Umweltbundesamtes, die zeigten, dass Lkw im Normalbetrieb um rund ein Drittel mehr Schadstoffe ausstoßen, als gesetzlich erlaubt ist. Lediglich im Drehzahlbereich, der im Testzyklus untersucht wird, schalten die Motoren auf saubere Verbrennung um. "Dadurch liegt der Stickoxidausstoß im realen Fahrbetrieb deutlich über den Typisierungsgrenzwerten. Die modernen Lkw, die laut EU–Vorschlag unbeschränkt durch Österreich durchfahren sollen, sind bei weitem nicht so sauber, wie sie sein sollten", betont VCÖ–Experte Rauh.
Der VCÖ fordert, dass Österreich seine eigenen Möglichkeiten zur Verringerung des Lkw–Verkehrs stärker nützt. Neben einer Ausdehnung des Lkw–Nachtfahrverbots nach Schweizer Vorbild soll vor allem die Schiene vorrangig vor der Straße ausgebaut werden. "Bleibt der Generalverkehrsplan so wir er ist, dann wird noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagert", fordert VCÖ–Experte Rauh eine Änderung des Generalverkehrsplan. Der VCÖ fordert zudem von Österreichs Politik mehr Aktivitäten zur Änderung der EU–Wegekostenrichtlinie, die derzeit auf EU–Ebene diskutiert wird. "Wenn sich Österreich nicht rasch energischer in diese Diskussion einbringt, setzt es die nächste Niederlage bei einem Verkehrsthema", warnt VCÖ–Experte Rauh.
Ergebnisse der VCÖ–Untersuchung:
Schadstoff–Emissionen der Transit–Lkw im Jahr 2005 bei Umsetzung des EU–Vorschlags:
CO2–Emissionen: 840.000 Tonnen (im Jahr 2002: 624.000 Tonnen)
Stickoxide:8.700 Tonnen (im Jahr 2002: 6.700 Tonnen)
Rußpartikel: 380 Tonnen (im Jahr 2002: 300 Tonnen)
Zurückgelegte Kilometer der Transit–Lkw:
Jahr 2005: 1.150 Millionen Kilometer
(im Jahr 2002: 780 Millionen Kilometer)
Quelle: VCÖ 2003
Rückfragen: VCÖ–Kommunikation, Christian Gratzer, Tel. (01) 893 26 97, (0699) 1893 26 95.