VCÖ–Untersuchung: 624.000 Tonnen CO2 wurden im Vorjahr von Transit–Lkw
VCÖ (Wien, 5. November 2003) – Der Lkw–Verkehr durch Österreich war im Vorjahr für 624.000 Tonnen CO2–Emissionen verantwortlich. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des VCÖ. Ein Ende des Transitvertrages würde einen starken Anstieg der CO2–Emissionen bringen und Österreich von seinen Klimaschutzzielen wegführen. Der VCÖ fordert von den Teilnehmern am heutigen Transitgipfel, Verkehrsminister Gorbach und den Landeshauptleuten, eine Ausdehnung der Lkw–Nachtfahrverbote, eine Anhebung der Dieselsteuern auf EU–Niveau sowie den vorrangigen Ausbau der Schiene.
Die Schadstoffbelastung durch den Transitverkehr ist enorm, das zeigt eine aktuelle Untersuchung des VCÖ. Im Vorjahr waren die Transit–Lkw für 624.000 Tonnen CO2–Emissionen und für 6.700 Tonnen Stickoxide und rund 300 Tonnen Rußpartikel verantwortlich. "Mit dem Ende des Transitvertrages wird diese Schadstoffbelastung in die Höhe schnellen. Doch die Schadstoffbelastung für die Menschen entlang der Hauptstrecken ist schon heute unerträglich", stellt der verkehrspolitische Sprecher des VCÖ, DI Martin Blum, fest.
Der VCÖ–Experte verweist auf Untersuchungen entlang von Hauptverkehrsstrecken, die bei Kindern eine größere Krankheitsanfälligkeit und mehr Konzentrationsstörungen festgestellt haben. "Lkw sind für eine funktionierende Wirtschaft unverzichtbar. Doch es kommt auch hier auf die Dosis an. Medizinische Untersuchungen zeigen: Die Lkw–Belastung hat ein gesundheitsschädliches Ausmaß erreicht. Deshalb appelliere ich an den Herrn Vizekanzler und Verkehrsminister Gorbach sowie an die Landeshauptleute sich heute auf Maßnahmen zu einigen, die das Wachstum des Lkw–Verkehrs nachhaltig
einbremsen", so VCÖ–Experte Blum anlässlich des heutigen Transitgipfels.
Der VCÖ fordert eine Ausdehnung des Lkw–Nachtfahrverbots nach Schweizer
Vorbild und eine Anhebung der Dieselbesteuerung auf EU–Niveau. "Die
derzeitige Situation ist absurd. Österreich leidet unter dem enormen Lkw–Wachstum und begünstigt gleichzeitig die Lkw durch die beinahe niedrigsten Dieselpreise in der EU", kritisiert VCÖ–Experte Blum. Der VCÖ fordert auch eine Änderung des Generalverkehrsplans. "Derzeit sind viele Straßenprojekte vor dem Ausbau der Schiene gereiht. Bleibt man bei dieser Reihenfolge, wird noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagert. Das Ziel sollte aber umgekehrt eine Verlagerung auf die Schiene sein", erinnert VCÖ–Experte Blum. Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreich im Interesse seiner Glaubwürdigkeit in der EU, Maßnahmen setzen muss, die auch den stark wachsenden Inlands–Lkw–Verkehr einbremst.
Schadstoff–Emissionen des Transit Lkw–Verkehr in Österreich im Jahr 2002:
CO2–Emissionen: 624.000 Tonnen
Stickoxide: 6.700 Tonnen
Rußpartikel: 300 Tonnen
Die Schadstoffbelastung durch den Transitverkehr ist enorm, das zeigt eine aktuelle Untersuchung des VCÖ. Im Vorjahr waren die Transit–Lkw für 624.000 Tonnen CO2–Emissionen und für 6.700 Tonnen Stickoxide und rund 300 Tonnen Rußpartikel verantwortlich. "Mit dem Ende des Transitvertrages wird diese Schadstoffbelastung in die Höhe schnellen. Doch die Schadstoffbelastung für die Menschen entlang der Hauptstrecken ist schon heute unerträglich", stellt der verkehrspolitische Sprecher des VCÖ, DI Martin Blum, fest.
Der VCÖ–Experte verweist auf Untersuchungen entlang von Hauptverkehrsstrecken, die bei Kindern eine größere Krankheitsanfälligkeit und mehr Konzentrationsstörungen festgestellt haben. "Lkw sind für eine funktionierende Wirtschaft unverzichtbar. Doch es kommt auch hier auf die Dosis an. Medizinische Untersuchungen zeigen: Die Lkw–Belastung hat ein gesundheitsschädliches Ausmaß erreicht. Deshalb appelliere ich an den Herrn Vizekanzler und Verkehrsminister Gorbach sowie an die Landeshauptleute sich heute auf Maßnahmen zu einigen, die das Wachstum des Lkw–Verkehrs nachhaltig
einbremsen", so VCÖ–Experte Blum anlässlich des heutigen Transitgipfels.
Der VCÖ fordert eine Ausdehnung des Lkw–Nachtfahrverbots nach Schweizer
Vorbild und eine Anhebung der Dieselbesteuerung auf EU–Niveau. "Die
derzeitige Situation ist absurd. Österreich leidet unter dem enormen Lkw–Wachstum und begünstigt gleichzeitig die Lkw durch die beinahe niedrigsten Dieselpreise in der EU", kritisiert VCÖ–Experte Blum. Der VCÖ fordert auch eine Änderung des Generalverkehrsplans. "Derzeit sind viele Straßenprojekte vor dem Ausbau der Schiene gereiht. Bleibt man bei dieser Reihenfolge, wird noch mehr Güterverkehr auf die Straße verlagert. Das Ziel sollte aber umgekehrt eine Verlagerung auf die Schiene sein", erinnert VCÖ–Experte Blum. Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreich im Interesse seiner Glaubwürdigkeit in der EU, Maßnahmen setzen muss, die auch den stark wachsenden Inlands–Lkw–Verkehr einbremst.
Schadstoff–Emissionen des Transit Lkw–Verkehr in Österreich im Jahr 2002:
CO2–Emissionen: 624.000 Tonnen
Stickoxide: 6.700 Tonnen
Rußpartikel: 300 Tonnen
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