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VCÖ fordert neue Parkpickerl-Tarife für Wien: Größere Autos und Innenbezirke sollen mehr zahlen

21.11.2025

Andere Städte setzen immer stärker auf differenzierte Tarife

Parken.jpg
Parkende Autos in der Stadt © GLady pixabay.com

Die Diskussion um faire Parkgebühren in Wien erhält neue Dynamik: Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) spricht sich dafür aus, das Parkpickerl künftig nach Fahrzeuggröße bzw. -gewicht und nach Stadtgebiet zu staffeln. Damit würde Wien internationalen Vorbildern folgen, die immer stärker auf differenzierte Tarife setzen.
 

Internationale Beispiele: Höhere Gebühren für große Fahrzeuge 

Wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, berechnen Städte wie Koblenz oder Aachen den Preis für das Anwohnerparken bereits nach der Fläche des Fahrzeugs. In Aachen kostet ein Quadratmeter Stellfläche 30 Euro im Jahr.

Basel verlangt für lange Autos ab 4,9 Metern mit 492 Franken pro Jahr rund zweieinhalb Mal so viel wie für Kleinwagen.

In Zürich hat die Bevölkerung kürzlich für ein Gewichtsmodell gestimmt: Ein 1.500-Kilo-Pkw soll künftig rund 560 Euro pro Jahr zahlen, ein 2.500-Kilo-SUV hingegen etwa 935 Euro – also zwei Drittel mehr. Parallel dazu ist die Öffi-Jahreskarte deutlich günstiger als ein Jahr Parken. Auch Paris hebt höhere Gebühren für schwere Autos ein.
 

Sicherheitsargument: Große SUV erhöhen Unfallrisiko 

Der VCÖ betont neben Platzproblemen im Straßenraum vor allem die höhere Gefährdung für Fußgängerinnen und Fußgänger. Eine internationale Studie zeigt:

  • Für Kinder steigt das tödliche Unfallrisiko um 82 Prozent, wenn sie von einem SUV, Pick-up oder Kleintransporter statt einem normalen Pkw angefahren werden.

  • Bei Kindern unter zehn Jahren sogar um 130 Prozent.
     

Parkzonen differenzieren – und verkleinern 

Zusätzlich fordert der VCÖ eine Staffelung der Parkgebühren nach Zonen: In zentralen Bezirken soll Parken mehr kosten als in den Außenbezirken. Begründung:

  • Stadteinwärts steigen Belastung durch Lärm und Abgase,

  • der Wert und die Knappheit des öffentlichen Raums nehmen zu,

  • international ist eine solche Preisstruktur bereits üblich.

Auch die Größe der Wiener Parkzonen steht in der Kritik. Die Donaustadt ist zweieinhalb Mal so groß wie die Bezirke 1 bis 9 zusammen. Zu große Gültigkeitsbereiche führten zu mehr Suchverkehr innerhalb des Bezirks, was dem Ziel der Stadt widerspreche, den Autoverkehr bis 2030 von 25 auf 15 Prozent zu reduzieren.

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Parkende Autos in der Stadt © GLady pixabay.com