VCÖ: Eröffnung von Straßentunnel und Blockade des Südbahnausbaus macht Semmering zum 2. Brenner!
VCÖ (Wien, 12. Oktober 2004) – Die heutige Eröffnung der neuen Semmering–Schnellstraße S6 ist kein Grund zur Freude, stellt der VCÖ fest. Im Gegenteil: Durch die gleichzeitige Blockade des Bahnausbaus wird damit eine neue Lkw–Lawine losgetreten. Berechnungen des VCÖ zeigen, dass im Jahr 2015 dann täglich um fast 2.000 Lkw mehr über den Semmering fahren als heute über den Brenner! Der VCÖ fordert eine Beschleunigung des Bahnausbaus.
„Mit der heutigen Eröffnung der neuen S6 wird ein Schritt zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße gesetzt. Da der Ausbau der Bahn noch immer blockiert wird, wird der Semmering zum zweiten Brenner. Es ist unverständlich, dass den Worten von der Verlagerung der Güter auf die Schiene Taten folgen, die das Gegenteil bewirken„, stellt der wissenschaftliche Leiter des VCÖ–Forschungsinstitut DI Wolfgang Rauh fest.
„Mit der heutigen Eröffnung der neuen S6 wird ein Schritt zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße gesetzt. Da der Ausbau der Bahn noch immer blockiert wird, wird der Semmering zum zweiten Brenner. Es ist unverständlich, dass den Worten von der Verlagerung der Güter auf die Schiene Taten folgen, die das Gegenteil bewirken„, stellt der wissenschaftliche Leiter des VCÖ–Forschungsinstitut DI Wolfgang Rauh fest.
VCÖ–Berechnungen zeigen, dass im Jahr 2010 rund 1,8 Millionen Lkw am Semmering unterwegs sein werden, im Jahr 2015 werden sogar mehr als 2,2 Millionen Lkw den Semmering überqueren
„Damit werden am Semmering täglich um fast 2.000 Lkw mehr unterwegs als heute am Brenner„, macht VCÖ–Experte Rauh auf die Folgen aufmerksam. „Dem Lkw–Verkehr wird mit der 370 Millionen Euro teuren S6 der rote Teppich ausgebreitet„, kritisiert VCÖ–Experte Rauh.
Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass bei der Diskussion um den Semmeringbasistunnel mit zweierlei Maß gemessen wird.7,9 Kilometer sind die Straßentunnel der Semmering–Schnellstraße lang, rund zehn Kilometer beträgt die Länge des geplanten Bahntunnels.
Der VCÖ weist darauf hin, dass zum einen die Kosten für den Straßengüterverkehr zu erhöhen sind, um unnötige Fahrten – wie Leerfahrten – zu vermeiden. Zum anderen muss die Bahn verbessert werden, um zusätzliche Güter transportieren zu können. „Wer eine Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene zum Ziel hat, kann nicht einerseits beim Straßenausbau Vollgas geben und beim Bahnausbau auf der Bremse stehen„, stellt VCÖ–Experte Rauh fest.
Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass bei der Diskussion um den Semmeringbasistunnel mit zweierlei Maß gemessen wird.7,9 Kilometer sind die Straßentunnel der Semmering–Schnellstraße lang, rund zehn Kilometer beträgt die Länge des geplanten Bahntunnels.
Der VCÖ weist darauf hin, dass zum einen die Kosten für den Straßengüterverkehr zu erhöhen sind, um unnötige Fahrten – wie Leerfahrten – zu vermeiden. Zum anderen muss die Bahn verbessert werden, um zusätzliche Güter transportieren zu können. „Wer eine Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene zum Ziel hat, kann nicht einerseits beim Straßenausbau Vollgas geben und beim Bahnausbau auf der Bremse stehen„, stellt VCÖ–Experte Rauh fest.
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