USA: Hunderttausende stellen sich gegen Schwächung des Artenschutzes durch Trump-Regierung
Washington, D.C. – Mehr als 380.000 Menschen in den USA haben Stellungnahmen gegen die von der Trump-Regierung geplanten Änderungen am Endangered Species Act (ESA) eingebracht. Die vorgeschlagenen Regelungen würden den Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten massiv abschwächen und eines der erfolgreichsten Naturschutzgesetze des Landes untergraben. Unter den Einreichungen stammen 17.000 von Unterstützer:innen des Sierra Club.
Gemeinsam mit Earthjustice und zahlreichen weiteren Umweltorganisationen reichte der Sierra Club zudem eine fachliche Stellungnahme ein. Kritisiert wird, dass die Regierung wirtschaftlichen Interessen umweltverschmutzender Industrien Vorrang vor Wissenschaft, Artenvielfalt und dem Schutz zentraler Lebensräume einräumen wolle.
Der Endangered Species Act hat seit seinem Bestehen 99 Prozent der geschützten Arten vor dem Aussterben bewahrt, darunter ikonische Tiere wie den Weißkopfseeadler, Buckelwale und Eisbären. Zudem schützt das Gesetz Ökosysteme, die für sauberes Wasser, Bestäubung und menschliche Gesundheit essenziell sind. Laut Umfragen wird der ESA weiterhin von über 80 Prozent der US-Bevölkerung unterstützt.
„Diese Regierung versucht erneut, grundlegende Umweltgesetze auszuhöhlen, um Konzerninteressen zu bedienen“, sagte Ben Greuel, Kampagnenleiter für Wildtiere beim Sierra Club. Die überwältigende öffentliche Reaktion zeige jedoch klar, dass die Bevölkerung eine Schwächung des Artenschutzes ablehne.
Auch andere Umwelt- und Naturschutzorganisationen warnen vor schwerwiegenden Folgen für Artenvielfalt, Ökosysteme und Menschen. Sie fordern die US-Regierung auf, die geplanten Regelungen zurückzuziehen und den Endangered Species Act zu stärken statt ihn zu demontieren.