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USA: Erneuerbare Energien auf Wachstumskurs bis 2035

06.01.2026

Die Vereinigten Staaten verfügen über das größte und eines der vielfältigsten Stromsysteme der Welt.

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© Global Data

Es basiert auf reichlich vorhandenen heimischen Energieressourcen, regionalen Strommärkten und einem breiten Technologiemix. Auch wenn die Energiepolitik auf Bundesebene seit 2025 stärker auf Versorgungssicherheit, inländische Produktion und gesicherte Erzeugungskapazitäten ausgerichtet ist, wird die langfristige Entwicklung des Stromsektors weiterhin maßgeblich von den Bundesstaaten, den Energieversorgern und der Privatwirtschaft bestimmt. In diesem Umfeld bleiben erneuerbare Energien nach wie vor der wichtigste Treiber für neue Kraftwerkskapazitäten.

Laut einer aktuellen Analyse des Daten- und Beratungsunternehmens GlobalData wird sich die installierte erneuerbare Stromerzeugungskapazität in den USA bis 2035 auf rund 1,06 Terawatt mehr als verdoppeln. Im Jahr 2024 lag sie noch bei etwa 414,5 Gigawatt. Grundlage dieser Entwicklung sind vor allem die Erneuerbare-Energien-Quoten (Renewable Portfolio Standards) und Clean-Electricity-Standards der Bundesstaaten, langfristige Ausbaupläne der Energieversorger sowie eine anhaltend hohe Nachfrage nach Stromlieferverträgen aus der Privatwirtschaft – insbesondere aus der Technologie-, Industrie- und Rechenzentrumsbranche.
 

Solar- und Windenergie als Wachstumsmotoren

 

Besonders stark wächst die Solarenergie. Die installierte Solarkapazität soll von rund 231,4 Gigawatt im Jahr 2024 auf etwa 737,8 Gigawatt im Jahr 2035 ansteigen. Treiber sind staatliche Beschaffungsziele, Förderungen für dezentrale Erzeugung, Net-Metering- und Net-Billing-Regelungen sowie großvolumige Verträge von Energieversorgern in wichtigen Märkten wie Texas, Kalifornien und dem Mittleren Westen.

Auch die Windenergie an Land legt deutlich zu. Ihre Kapazität soll von etwa 156 Gigawatt im Jahr 2024 auf knapp 269 Gigawatt im Jahr 2035 wachsen. Langfristige Abnahmeverträge der Versorger und ambitionierte Klimaziele in windreichen Regionen unterstützen diesen Ausbau.
 

Unsicherheit bei Offshore-Windprojekten
 

Deutlich schwieriger gestaltet sich die Entwicklung der Offshore-Windenergie. Seit Anfang 2025 kam es wiederholt zu politischen und regulatorischen Eingriffen, die zu Unsicherheiten in der Projektpipeline führten. So wurde im April 2025 der Bau des Projekts Empire Wind 1 vor New York trotz vorliegender Genehmigungen vorübergehend gestoppt. Auch beim Projekt Revolution Wind vor Rhode Island und Connecticut kam es im August 2025 zu einer kurzfristigen Unterbrechung der Bauarbeiten.
 

Zusätzlich verschärfte sich das Umfeld, als das US-Verkehrsministerium im selben Monat Bundesmittel in Höhe von 679 Millionen US-Dollar für Hafen- und Logistikinfrastruktur im Zusammenhang mit Offshore-Wind strich. Den vorläufigen Höhepunkt bildete schließlich die Entscheidung der Trump-Regierung vom 22. Dezember 2025, fünf Offshore-Windprojekte entlang der Atlantikküste aufgrund von Sicherheitsbedenken auszusetzen. Betroffen sind unter anderem Vineyard Wind, Revolution Wind, Coastal Virginia Offshore Wind, Sunrise Wind und Empire Wind. Dadurch verzögern sich kurzfristige Kapazitätszuwächse in diesem Bereich erheblich.
 

Rückgang bei Kohle, Stabilität bei Gas und Kernenergie
 

Während Kohle- und Ölkraftwerke weiter an Bedeutung verlieren und altersbedingt vom Netz gehen, bleiben Erdgas und Kernenergie leider zentrale Bestandteile des US-Strommixes. Die installierte Gaskraftwerkskapazität soll  steigen.  Bei Atomkraft setzt man auf Laufzeitverlängerungen bestehender Anlagen und Investitionen in neue Reaktortechnologien sind immer noch geplant, obwohl es bisher keine großen Erfolge damit gab. 

Nach Einschätzung von GlobalData werden zwischen 2025 und 2030 rund 442 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energien investiert. Gleichzeitig spiegeln Investitionen in Gas- und Kernkraftwerke die politischen Prioritäten vor allem auf der Bundesebene wider. 
 

Kostensteigerungen durch Handelspolitik
 

Zusätzliche Herausforderungen ergeben sich aus Handels- und Zollmaßnahmen, die 2025 eingeführt wurden. Sie erhöhen die Kosten insbesondere für erneuerbare Technologien, die auf importierte Komponenten wie Solarmodule, Windturbinen, Batterien sowie Stahl, Aluminium und Kupfer angewiesen sind. Die Folge sind längere Projektlaufzeiten, höhere Kapitalanforderungen sowie Verzögerungen und Projektabbrüche – trotz weiterhin hoher Nachfrage nach neuen Erzeugungskapazitäten.
 

Ungeachtet politischer Bedingungen und Kurswechsel  sowie steigender Kosten durch die Handelspolitk bleiben erneuerbare Energien laut GlobalData  der wichtigste Wachstumstreiber im US-Stromsektor bis 2035. Solar- und Windenergie werden weiter in großem Maßstab ausgebaut, getragen von ambitionierten Vorgaben der Bundesstaaten und starkem Engagement der Privatwirtschaft.  

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