USA: Emissionsfreier Lkw-Verkehr mit kluger öffentlicher Ladeinfrastruktur
Die Anlage entsteht am Verkehrsknotenpunkt der Interstates 215 und 10 und wird mit 15 Millionen US-Dollar vom South Coast Air Quality Management District gefördert. Nach Fertigstellung soll sie mehr als 50 Ladestationen haben, die gemeinsam eine Gesamtleistung von 11,76 Megawatt liefern. Zum Einsatz kommen 400-kW-Schnelllader für kurze Stopps sowie 180-kW-Ladepunkte für Nachtladungen - vorbereitet auf künftige Megawatt-Ladesysteme, die eine volle Ladung während der gesetzlich vorgeschriebenen 30-minütigen Fahrerpausen ermöglichen.
Um die hohen Stromanforderungen zu bewältigen, setzt Greenlane auf ein fortschrittliches SCADA-System von ABB mit Mikronetzsteuerung. Es gleicht Lastschwankungen in Echtzeit aus, integriert künftige Solar- und Batteriespeicher, ermöglicht Fernüberwachung und sorgt für Netzstabilität trotz schwankender Nachfrage.
„Unsere Technologie bietet volle Transparenz und Kontrolle – von der Mittelspannung bis zur Cloud“, erklärt ein ABB-Sprecher. „So schaffen wir die Grundlage für ein skalierbares Netz von Ladeparks für Elektro-Lkw.“
ABB liefert unter anderem SACE® Emax 2-Leistungsschalter für präzise Energieüberwachung und Elastimold™-Mittelspannungsschaltanlagen für robuste, erweiterbare Infrastruktur.
Colton ist der erste Baustein eines geplanten Netzwerks von Schnellladestationen entlang wichtiger Güterverkehrsrouten. Weitere Standorte sollen in Barstow und Baker folgen, um einen durchgängigen emissionsfreien Korridor zwischen Los Angeles und Las Vegas zu schaffen.
Das Projekt gilt als Meilenstein für die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs, einem der CO₂-intensivsten Sektoren weltweit. Mit der Kombination aus intelligenter Energieverteilung, modularer Infrastruktur und zukunftsfähiger Ladeleistung zeigt Greenlane, wie nachhaltige Logistik in der Praxis aussehen kann.