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US "Atomlobbyist" John Kerry tritt zurück

16.01.2024

Der frühere US–Außenminister John Kerry missbrauchte seine Position als "Sondergesandter des US–Präsidenten für das Klima" massiv für Atomlobbying.

© United States Department of State / John Kerry
© United States Department of State / John Kerry
"Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird der Special Presidential Envoy for Climate John Kerry zurücktreten. Für den Klimaschutz wird das ein Freudentag, denn Kerry ist entgegen seinem Titel tatsächlich Cheflobbyist der Atomindustrie. Sein wahres Gesicht zeigte er bei den UN–Weltklimakonferenzen", so Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
"Bei der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai forderte Kerry Anfang Dezember 2023 eine Verdreifachung des Atomstromes bis 2050. Er konnte 22 Staaten, davon nicht weniger als 12 EU–Mitglieder, dafür gewinnen, sich dieser Illusion anzuschließen. Eine Illusion wird das zum Glück bleiben, denn natürlich wissen auch die zukunftsvergessensten Lobbyisten, dass der Anteil von Atomstrom am Energiebedarf rasch zur faktischen Bedeutungslosigkeit herabsinken wird. Schon derzeit tragen die weltweit etwa 400 – vielfach überalterten – AKWs weniger als 5 % zum weltweiten Gesamtenergiebedarf bei. Aus mehreren Gründen sind in der westlichen Welt kaum mehr neue Meiler zu errichten. Wer Sicherheitsstandards einhalten soll, braucht von der Planung bis zur Fertigstellung eines AKW Jahrzehnte. Zu sehen ist das beim einzigen in diesem Jahrtausend im ehemaligen Westeuropa in Betrieb gegangenen Meiler in Finnland: Anstatt versprochener 4 Jahre hat die Errichtung 18 Jahre gedauert. Nicht eingerechnet ist die jahrelange Planung, die verständlicherweise zeitaufwendig ist, da niemand ein AKW in der Nähe haben will. Daher ist in funktionierenden Rechtsstaaten für solche sicherheitstechnisch und finanziell unbeherrschbaren Projekte kaum eine Genehmigung zu erhalten. All das hat John Kerry nicht davon abgehalten, der Atomindustrie auf lange Sicht möglichst große Geldmittel loszueisen", konstatiert Stoiber.
"Noch zynischer trieb es Kerry auf der COP27 Ende 2022 in Ägypten. Genau in der Zeit, als Europas größtes AKW im ukrainischen Saporoschschja unter kriegerischen Beschuss stand, lobbyierte er für Errichtung von SMR–Schrumpfmeilern in der Ukraine. Zwar wird es in absehbarer Zeit keine solchen AKWs geben. Das am weitesten fortgeschrittene [Projekt wurde eben erst eingestellt] (https://www.ots.at/redirect/atomstopp2). Aber große Summen lassen sich auch für Phantasieprojekte loseisen. Denn trotz vorgezeichneten Scheiterns träumt etwa die tschechische und die polnische Regierung von solchen Meilern. Dabei wäre es Aufgabe aller verantwortungsvollen Politiker_innen im In– und Ausland, Wege aufzuzeigen und zu beschreiten, auf denen die zerstörerische Energie– und Ressourcenvergeudung gebremst wird", so Stoiber.
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16.01.2024 | Autor*in: holler
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