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UNOC3: Die Suche nach fossilen Brennstoffen im Meer muss jetzt stoppen

13.06.2025

Nicolas Entrup, Leiter der internationalen Zusammenarbeit bei OceanCare, richtet dringenden Appell an die Regierungen - Offener Brief von mehr als 200 Umweltorganisationen

meer-ozean.jpg
Meer © dinanani pixabay.com

Während der Plenarsitzung der Dritten UN-Ozeankonferenz (UNOC3) richtete Nicolas Entrup, Leiter der internationalen Zusammenarbeit bei OceanCare, folgenden dringenden Appell an die Regierungen – unterstützt von einem starken Bündnis aus 208 Umweltorganisationen, die ein sofortiges Ende der Öl- und Gassuche im Meer fordern:

Ich spreche  für OceanCare und viele globale Bündnisse der Zivilgesellschaft, die hunderte von Organisationen und Millionen von Menschen weltweit vertreten.

Die Wissenschaft spricht eine klare Sprache: Wir befinden uns in einem Klimanotstand. Und dennoch geht die Suche nach Öl und Gas im Meer weiter. Diese Industrie trägt nicht nur überproportional zum Klimawandel bei, sondern zerstört auch die Ozeane durch chemische Verschmutzung und Unterwasserlärm.

Trotz deutlicher Warnungen des Weltklimarats und des UN-Emissions Gap Report bleiben wir in einem Muster systematischer Widersprüche gefangen – wir erkennen an, dass fossile Brennstoffe den Großteil der globalen Emissionen verursachen, wir unterstützen die Wissenschaft, verkünden Verpflichtungen und erteilen dennoch weiterhin Lizenzen für neue Öl- und Gassuche im Meer.

Dafür gibt es ein Wort: Widersprüchlichkeit. Das ist keine Lücke an Regularien, sondern ein Scheitern der Gouvernanz.

Und das geschieht trotz der klaren Ziele und Vorgaben der Nachhaltigkeitsziele 13 und 14.

Die Erschließung fossiler Brennstoffe im Meer ist keine Brücke. Sie ist ein Bruch – ein Bruch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, rechtlichen Verpflichtungen und dem Generationenvertrag. Es sind nur noch fünf Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen.

Die Widersprüchlichkeit muss enden. Und sie muss jetzt enden.

Im Namen der über 200 internationalen NGOs, die den offenen Brief an diese Konferenz unterzeichnet haben, fordern wir die Staaten auf, sich zu folgenden Schritten zu verpflichten:

  1. Ein globales Verbot der Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen im Meer
  2. Einen gerechten und beschleunigten Ausstieg aus der bestehenden Förderung fossiler Brennstoffe im Meer

Zusätzlich legt OceanCare in unserer schriftlichen Stellungnahme einen 6-Punkte-Aktionsplan vor, wie das Nachhaltigkeitsziel 14 erreicht werden kann.

UNOC3 darf nicht eine weitere wohlmeinende Erklärung hervorbringen. Sie muss einen Präzedenzfall schaffen, um wahrhaft von Worten zu Taten überzugehen und wirklich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Ozeane umzusetzen. Die Wissenschaft ist eindeutig. Der Weg ist klar. Was fehlt, ist echter politischer Wille und Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.

Es braucht einen Wandel. Because Our Planet Is Blue..

Hintergrund

Der Offene Brief von 207 Umweltorganisationen „Beendet die Suche nach fossilen Brennstoffen im Ozean“ fordert die Regierungen, die sich diese Woche zur Dritten UN-Ozeankonferenz (UNOC3) in Nizza treffen, auf, die Suche nach Öl- und Gasvorkommen im Meer zu verbieten und sich auf wirksame Maßnahmen zum Schutz der Ozeane zu einigen. Der Brief dokumentiert eine bemerkenswerte Geschlossenheit der internationalen Zivilgesellschaft. Von sechs Kontinenten haben führende Meeresschutzorganisationen, Umweltverbände, Klimabündnisse und Bürgerinitiativen unterzeichnet und verlangen entschlossenes Handeln gegen die sich verschärfende Krise der Ozeane.



Die beteiligten Organisationen sind sich einig: Wer weiterhin nach fossilen Brennstoffen im Meer sucht, kann weder die Klimaziele des Pariser Abkommens erreichen noch die Artenvielfalt der Meere schützen. Bei dieser Suche kommen Schallkanonen zum Einsatz – sie gehören zu den lautesten menschengemachten Lärmquellen im Meer und schädigen Meereslebewesen, vom winzigen Krill bis zum größten Wal.



Der Brief fordert die Regierungen auf, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ernst zu nehmen: Alle neuen Suchaktivitäten nach Öl und Gas in nationalen Gewässern und auf hoher See müssen gestoppt werden. Alles andere wäre nicht im Einklang mit dem Beschluss an der 28. Klimaschutzkonferenz. Die Organisationen drängen darauf, diese Verpflichtung in die Abschlusserklärung der Ozeankonferenz aufzunehmen, die den Weg zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele 13 und 14 weisen soll.
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