Universität für Bodenkultur Wien erhält Auszeichnung für „Green BGF“
Wien - Gesundheit und Nachhaltigkeit lassen sich erfolgreich miteinander verbinden – das zeigt die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die nun vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) mit dem diesjährigen Preis in der Kategorie „Green Betriebliche Gesundheitsförderung (Green BGF)“ ausgezeichnet wurde. Die Ehrung wurde von Gesundheitsministerin Korinna Schumann im Rahmen der BGF-Preisverleihung des Österreichischen Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung vorgenommen.
Die Betriebliche Gesundheitsförderung verfolgt das Ziel, Gesundheit und Wohlbefinden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig zu stärken. Mit dem neuen Schwerpunkt „Green BGF“ rückt zusätzlich die Verbindung von Gesundheitsförderung und ökologischer Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Dahinter steht auch der sogenannte „One Health“-Ansatz, der die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt als eng miteinander verknüpft betrachtet.
Die Universität für Bodenkultur Wien überzeugte die Jury mit einem ganzheitlichen Konzept, bei dem Gesundheitsförderung und ökologische Verantwortung nicht als Einzelmaßnahmen, sondern als fester Bestandteil der Organisationsstrategie verankert sind. Green BGF werde an der Universität als dauerhafte Aufgabe verstanden und in zentrale Steuerungsprozesse integriert.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann würdigte die BOKU als Vorbild: Die Universität zeige eindrucksvoll, wie Gesundheitsförderung, ökologische Verantwortung und nachhaltige Entwicklung erfolgreich miteinander verbunden werden können und damit auch über die eigene Organisation hinaus Vorbildwirkung entfalten.
Zum ausgezeichneten Konzept gehört ein breites Spektrum an Maßnahmen. Projekte wie „Mobility for Health“ oder das Forschungsprojekt „Act Now“ fördern klimafreundliche Mobilität und sollen nachweislich zu einem veränderten Verhalten der Beschäftigten beitragen.
Ergänzt werden diese Initiativen durch nachhaltige Verpflegungskonzepte, energieeffiziente Infrastruktur, begrünte Arbeitsumgebungen sowie digitale Angebote, die Ressourcen sparen und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung unterschiedlicher Akteure. Mitarbeitende, Führungskräfte, wissenschaftliche Einrichtungen und externe Partner werden aktiv in die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahmen eingebunden. Dadurch entstehen praxisnahe Lösungen mit hoher Akzeptanz.
Nach Angaben des Fonds Gesundes Österreich zeigen die Evaluierungen des Projekts eine hohe Zufriedenheit der Beschäftigten sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein. Auch konkrete Verhaltensänderungen, etwa bei der Nutzung aktiver und klimafreundlicher Mobilitätsformen, konnten nachgewiesen werden.
Die ausgezeichneten Projekte des BGF-Preises 2026 werden in der Broschüre „Betriebliche Gesundheitsförderung in Österreich – Beispiele guter Praxis 2026“ des Fonds Gesundes Österreich vorgestellt.