Umweltschutz auf den Gipfel treiben: DBU fördert nachhaltiges Hüttenprojekt
Der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt wurde vor kurzem eine der modernsten Energie– und Wasserversorgungsanlagen für Berghütten im Alpenraum. "Durch die bislang einzigartige Konzeption umweltverträglicher Technologien – Solarenergie, Pflanzenöl–Blockheizkraftwerk und Regenwassernutzung – nimmt die Mindelheimer Hütte eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltverträglichkeit ein," betonte Josef Schafnitzel, Vorsitzender der Sektion Mindelheim des Deutschen Alpenvereins (DAV). Auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt.
Regenwasser von den Dachflächen gesammelt
Die Konzeption umfasst drei wesentliche Bereiche: die Versorgung der Hütte mit Wasser und Strom sowie die Entsorgung der Abwässer. Für die Besucher weitgehend unsichtbar gelangt das Wasser in die sanierten und durch unterirdische Tanks erweiterten Reserven. Von dort wird es als Trink– oder Brauchwasser zur Hütte geleitet. Das Schneefeld – einst Wasserspender für den ganzen Sommer – war in den vergangenen Jahren häufig schon zur Mitte der Saison vollständig abgetaut. Nun konnten zwei Quellen gefasst werden. Gemeinsam mit dem Schneefeld versorgen sie die Hütte mit Trinkwasser. Zugleich wird das Regenwasser von den Dachflächen gesammelt und für die Toilettenspülungen genutzt.
Sonnenkollektoren sorgen für elektrischen Strom
Was die Energieversorgung angeht, erzeugen Sonnenkollektoren auf dem Dach und an der Westwand der Hütte elektrischen Strom, der in Batterien gespeichert werden kann. Damit die Versorgung auch im Winter sichergestellt ist, wurde die Anlage auf der Fassade angebracht (Winter: Eis und Schnee am Dach).
Selbst Spitzenverbraucher wie die Materialseilbahn könnten daraus betrieben werden. Bei Engpässen wird ein Blockheizkraftwerk mit Rapsölantrieb zugeschaltet. Die entstehende Wärme wird für den Trockenraum und die Warmwasserbereitung genutzt. Eine vollbiologische Kläranlage rundet die leistungsfähige Kombination unterschiedlicher Technologien in der klimatisch extremen Gebirgslage über 2.000 Meter ab.
Informationen zum Projekt:
Günther Träumer, Tel.: 0049 (0) 8261/738073, Fax: 0049 (0) 8261/738074
oder Markus Wölfle, Tel.: 0049 (0) 89/30002512
Selbst Spitzenverbraucher wie die Materialseilbahn könnten daraus betrieben werden. Bei Engpässen wird ein Blockheizkraftwerk mit Rapsölantrieb zugeschaltet. Die entstehende Wärme wird für den Trockenraum und die Warmwasserbereitung genutzt. Eine vollbiologische Kläranlage rundet die leistungsfähige Kombination unterschiedlicher Technologien in der klimatisch extremen Gebirgslage über 2.000 Meter ab.
Informationen zum Projekt:
Günther Träumer, Tel.: 0049 (0) 8261/738073, Fax: 0049 (0) 8261/738074
oder Markus Wölfle, Tel.: 0049 (0) 89/30002512