Umweltministerium: deutscher Wortlaut des tschechischen Temelin Berichts
Wien (ots) Hiermit veröffentlicht das Umweltministerium die ARBEITSÜBERSETZUNG eines Berichts der Nuklearen Aufsichtsbehörde der Tschechischen Republik, den Österreich heute im Wege der Informationshotline über den Vorfall vom 6. Juni 2004 in Temelin erhalten hat.
ARBEITSÜBERSETZUNG
Amt für nukleare Sicherheit Senovážné nám. 9 110 00 Prag 1 Staré Mesto Republik Tschechien
Eilinformation Nr. 42b - 2004/06/08 Detailinformationen zu QI 42 und 42a
AKW Temelin, 2. Block
Datum und Zeit: 6. Juni, Vormittag
Wegen einer Panne im 2AT3-Transformator wurde der 2. Block am 5. Juni 2004 um 13:46 abgeschaltet. Die Kühlung auf dem Primärkreislauf nach dem Abschalten des Reaktors erfolgte bei normaler Zirkulation - durch das 2TQ32-System (Niederdruck-Hilfssystem) mit vollem Durchfluss durch den Reaktor. In den Morgenstunden des 6. Juni 2004 zeigte die 2TQ32F100 - Messung einen Anstieg, und auf der 2TQ32DOq-Pumpe wurde ein leichter Druckabfall festgestellt. Bei der umgehenden Inspektion der Anlage des TQ32-Systems wurde das Leck an der Zuleitung 2TQ32F001 festgestellt. Es wurde daraufhin das 2TQ12-System gestartet und die 2TQ32D01-Pumpe abgeschaltet und vom Primärkreislauf getrennt.
Vor der Abtrennung des Lecks sind etwa 3 Kubikmeter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten, die ohne irgendwelche Probleme zum Spezialabwassersystem abgesaugt wurde. Trotzdem verursachte die undichte Stelle eine Kontaminierung der Räume A 123/3 und A036/3 im Containment Bereich. Die Oberflächenverseuchung in diesen Räumen hat das Interventionsniveau nicht überschritten und betrug in A 123/3 3 Bq/cm³ und in A036/6 8 Bq/cm³.
Bei dem Zwischenfall wurden keine Personen kontaminiert, aus dem Containment ist keine Radioaktivität in die Umwelt ausgetreten. Derzeit sind Vorbereitungsarbeiten für die Reparatur der schadhaften Zuleitung im Gange.
Das Schichtpersonal bewertete den Zwischenfall als ungewöhnlich. Alle Informationspflichten wurden eingehalten. Störfälle dieser Art gelten nach internationalen Standards als von niedrigster Signifikanz.
Prag, 8.6.2004, 11:45
Pavel PITTERMANN Sprecher der SOSN, Inspektor für nukleare Sicherheit
Rückfragehinweis : Lebensministerium
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0253 2004-06-08/16:25
ARBEITSÜBERSETZUNG
Amt für nukleare Sicherheit Senovážné nám. 9 110 00 Prag 1 Staré Mesto Republik Tschechien
Eilinformation Nr. 42b - 2004/06/08 Detailinformationen zu QI 42 und 42a
AKW Temelin, 2. Block
Datum und Zeit: 6. Juni, Vormittag
Wegen einer Panne im 2AT3-Transformator wurde der 2. Block am 5. Juni 2004 um 13:46 abgeschaltet. Die Kühlung auf dem Primärkreislauf nach dem Abschalten des Reaktors erfolgte bei normaler Zirkulation - durch das 2TQ32-System (Niederdruck-Hilfssystem) mit vollem Durchfluss durch den Reaktor. In den Morgenstunden des 6. Juni 2004 zeigte die 2TQ32F100 - Messung einen Anstieg, und auf der 2TQ32DOq-Pumpe wurde ein leichter Druckabfall festgestellt. Bei der umgehenden Inspektion der Anlage des TQ32-Systems wurde das Leck an der Zuleitung 2TQ32F001 festgestellt. Es wurde daraufhin das 2TQ12-System gestartet und die 2TQ32D01-Pumpe abgeschaltet und vom Primärkreislauf getrennt.
Vor der Abtrennung des Lecks sind etwa 3 Kubikmeter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten, die ohne irgendwelche Probleme zum Spezialabwassersystem abgesaugt wurde. Trotzdem verursachte die undichte Stelle eine Kontaminierung der Räume A 123/3 und A036/3 im Containment Bereich. Die Oberflächenverseuchung in diesen Räumen hat das Interventionsniveau nicht überschritten und betrug in A 123/3 3 Bq/cm³ und in A036/6 8 Bq/cm³.
Bei dem Zwischenfall wurden keine Personen kontaminiert, aus dem Containment ist keine Radioaktivität in die Umwelt ausgetreten. Derzeit sind Vorbereitungsarbeiten für die Reparatur der schadhaften Zuleitung im Gange.
Das Schichtpersonal bewertete den Zwischenfall als ungewöhnlich. Alle Informationspflichten wurden eingehalten. Störfälle dieser Art gelten nach internationalen Standards als von niedrigster Signifikanz.
Prag, 8.6.2004, 11:45
Pavel PITTERMANN Sprecher der SOSN, Inspektor für nukleare Sicherheit
Rückfragehinweis : Lebensministerium
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0253 2004-06-08/16:25
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