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Umweltfreundliche "Pinzgauer" für Postalm im Obersulzbachtal

26.06.2007

Energiewende braucht Pioniere

Die Familie Pichler setzt bei der Bewirtschaftung der Postalm im Pinzgauer Obersulzbachtal bzw. beim Transport der notwendigen Güter auf die Alm auf umweltfreundliche Energieformen. Dafür setzt sie zwei mit Biomethan betriebene Pinzgauer–Geländefahrzeuge ein. Bei der Präsentation der Fahrzeuge betonte Salzburgs Energiereferent Landesrat Sepp Eisl, dass es auf der Fahrt zur Energiewende noch immer zu langsam gehe, wenngleich man auf dem richtigen Weg sei. Nationalparkreferentin Landesrätin Doraja Eberle bezeichnete das Projekt, das von der Familie Pichler und dem Verein Tauriska gemeinsam mit der Firma Magna Steyr und der Salzburg AG entwickelt worden war, als nachhaltig und wegweisend für die Zukunft.
Der Umstieg auf Biomethan, also Biogas als Treibstoff, ist vor allem im
Nationalpark Hohe Tauern ein sehr gescheiter Schritt und beweist vor allem den Skeptikern, dass Biogas an Stelle von Diesel oder Benzin keine Einschränkungen beim Fahren mit sich bringt", so Eisl. Er hat sich selber zum Ziel gesetzt, beim bevorstehenden Austausch seines Dienstwagens auf ein biogasbetriebenes Fahrzeug umzusteigen. "Es reicht nicht, wenn wir immer mit dem Zeigefinger den Menschen erklären, was sie alles anders machen müssen. Wir Politiker müssen selber mit gutem Beispiel vorangehen. Daher habe ich mich entschieden, beim Dienstauto auf neue Energie, die in Salzburg produziert wird, zu setzen. Denn der ehemalige EU–Kommissar Dr. Franz Fischler habe den wesentlichen Inhalt der Energiedebatte vor Kurzem sehr prägnant zusammengefasst, indem er betonte, Nachhaltigkeit heiße, den nächs–ten Generationen nicht nur Probleme, sondern auch Chancen zu hinterlassen", so Eisl.

Weltweit beispielgebendes Pinzgauer Pinzgauer–Projekt

Wenn man in einer ganz besonderen Umwelt wie im Nationalpark Hohe Tauern lebe, dann werde man mehr als sonst wo gefordert, mit der Natur zu leben. Die Nationalparkidee leben bedeute, nachhaltig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Das sei für den Nationalpark richtig und für die Welt außerhalb des Nationalparks besonders wichtig. "Wir müssen so leben, dass die Nationalparkidee auch außerhalb der Grenzen des Nationalparks gelebt wird, denn wir haben nur eine Erde, auf der wir gemeinsam leben", sagte Landesrätin Eberle.
Dieses Pinzgauer Pinzgauer–Projekt sei deshalb weltweit beispielgebend.
Für die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern stehe das Thema "Sanfte Mobilität" im Mittel–punkt der Vorbereitungen für das Jahr 2008. Ziel sei es, ein Nationalparkticket zu entwickeln, mit dem die Gäste alle öffentlichen und privaten Transportmittel in der Ferienregion benutzen können. Begonnen werde mit der Sommersaison 2008, in weiterer Folge sollen auch die Wintersaisonen einbezogen werden, in denen bisher schon gute Erfahrungen mit dem Nationalparkexpress (Anreise mit dem Flugzeug und mit der Bahn ins Schigebiet) vorliegen. Vom
13. bis 15. Juni 2007 fand ein Workshop statt, bei dem Postbus und ÖBB sowie private Taxiunternehmer mit der Region Ahrntal in Südtirol in einem Interreg–III–Projekt diese sanfte Mobilität in naturgeschützten Räumen entwickelten.
Jeder könne seinen Beitrag leisten, um die weltweite Klimasituation zu verbessern, wenn wir bei uns selber anfangen, mit der Energie sparsam umzugehen, oder wenn wir anfangen, über alternative Antriebskonzepte nachzudenken. Das heute vorgestellte Projekt sei Teil eines Gesamtprojektes, das eine ganzheitliche Energienutzung zum Inhalt hat und dankte dem Verein Tauriska für die großartige Unterstützung, sagte Landesrätin Eberle abschließend.
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26.06.2007 | Autor*in: holler
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