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Umweltdachverband fordert Beschluss zum "Aus für Atomstromhandel" im heutigen Ministerrat!

17.05.2011

UWD an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger: EU-Atomausstieg beginnt beim eigenen Staatskonzern Verbund

© UWD
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Wann handelt die Bundesregierung endlich und stoppt den Verbund-Atomstromhandel aus Tschechien?

"Die staatliche Verbundgesellschaft importiert über das 380 KV-Leitungsnetz täglich Strommengen in der Größenordnung von 1.000 bis mehr als 2.300 Megawatt mehrheitlich Atomstrom aus Temelin und Dukovany nach Österreich. Dieser Importstrom, wird aber nicht für die Stromversorgung in Österreich benötigt, sondern wird für die Verbund-Dumping Stromangebote für heimisches Gewerbe und Industrie, als Transitstrom, als billiger Pumpstrom für Speicher-Wasserkraftwerke in den Alpen oder für den internationalen Verbund-Stromhandel verwendet", sagt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.
Verbund-Geschäftspraktiken konterkarieren heimische Antiatom-Politik "Die Bundesregierung darf diese unverantwortliche Stromhandelspraxis und die Irreführung der KonsumentInnen nicht länger hinnehmen! Die Verbund-Geschäftspraktiken schaden der gesamten E-Wirtschaft in Österreich, Österreichs Ansehen im Ausland und sind eine Verhöhnung der Antiatom-Politik der Bundesregierung. Der Umweltdachverband fordert daher Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger auf, endlich einen Ministerratsbeschluss zu fassen und den definitiven Ausstieg aus dem Atomstromhandel der staatseigenen Verbundgesellschaft festzulegen. Ein Beschluss des Ministerrates kann den Atomstromhandel sofort unterbinden und den Eigentümervertreter der Republik Österreich, BM Mitterlehner, als Mehrheitsaktionär binden, diesen Beschluss auch wirklich durchzusetzen. Wir werden diesbezüglich nicht locker lassen", erklärt Heilingbrunner.
Atomstromimporte aus Tschechien nach Österreich ungebremst! Allein in der letzten Woche wurde die vierfache Leistung des Donaukraftwerks Greifenstein über die österreichischen Atomstromautobahnen in unser Land geschleust. (Grafik: http://bit.ly/kR4ngu ) "Die 380 KV-Leitungen in Österreich glühen Tag für Tag gefüllt mit Atomstrom aus den Schrottmeilern Temelin und Dukovany und der österreichische Bundeskanzler und sein Vizekanzler schauen tatenlos zu", so Heilingbrunner.

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17.05.2011 | Autor*in: litschauer
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