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Umweltbezogene Gesundheitsrisiken und Frauengesundheit

25.04.2005

Krebs, Atemwegs– und Lungenerkrankungen, Störungen der Reproduktionsfähigkeit in engem Zusammenhang mit Umweltbelastungen

In der öffentlichen Diskussion über umweltbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen werden vor allem die Zusammenhänge zwischen Atemwegeserkrankungen, Bluthochdruck, Herz– und Lungenerkrankungen und Luftverschmutzung immer wieder erwähnt. Ebenso ist die Rolle verschiedener Umweltbelastungen in der Krebsentstehung ein Thema von großem Interesse.

Atemwegserkrankungen

Der Zusammenhang zwischen Atemwegserkrankungen und Luftverschmutzung sowie Nikotinkonsum ist evident. Es liegen Hinweise vor, dass die Lunge der Frau empfindlicher auf Schadstoffe reagiert als die Lunge des Mannes. Bislang wurde die Rolle der Umweltbelastung für Geschlechtsunterschiede bei Atemwegserkrankungen nicht ausreichend erforscht, obwohl die Zahl der Menschen, die an einer chronischen (obstruktiven) Atemwegserkrankung (COPD) leiden, ist weltweit bis zu 600 Millionen, in Österreich mind. 400.000.

Krebs

Viele Umweltschadstoffe und Umwelteinflüsse werden mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Laut des Projektes Europreval vor allem Menschen in Schweden, Deutschland, Italien und in der Schweiz erkranken an Krebs im Vergleich zu anderen (insg. 17) europäischen Ländern. Gesamt gesehen waren 61 Prozent der Fälle Frauen. Die Diagnose an Brustkrebs stellt mit 34 Prozent den größten Anteil dar.
Umwelt und Lebensstil werden auch als Ursachen für die Erhöhung des Brustkrebsrisikos diskutiert. Das Auftreten von Brustkrebs variiert um mehr als das Fünffache in verschiedenen Ländern der Welt. Wesentlich mehr Nachkommen von MigrantInnen , die aus Ländern mit niedrigen Brustkrebsraten wie China oder Japan stammen und ihr Leben in westeuropäischen Ländern weiter führen, erkranken an Brustkrebs infolge des s.g. westlichen Lebensstils.

Herz–Kreislauf–Erkrankungen

In vielen Studien wurde auch der Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen und Luftverschmutzung bestätigt. Es liegen Hinweise vor, dass ein Geschlechtsunterschied hinsichtlich der Auswirkungen von Lärmexposition besteht: Bei Frauen, die in ihrem Lebensumfeld einer großen Lärmkulisse ausgesetzt waren, stieg das Herzinfarktrisiko um das 1,4–Fache.

Störungen der Fertilität und Reproduktionsfähigkeit

Chemische, biologische und physikalische Stoffe in unserer Umgebung können Störungen bei Fruchtbarkeit, Bildung und Reifung von Keimzellen, bis zum Zeitpunkt der Geburt auslösen. Es wurde eine Reihe von Stoffen, durch den Menschen in die Umwelt eingebracht, gefunden, die grundsätzlich die Sexualfunktion negativ beeinflussen. Die Forschung (auch) auf diesem Gebiet steht vor großer Herausforderung.
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25.04.2005 | Autor*in: stevanov
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