Ukraine plant bis 2030 Reparatur des Tschernobyl-Sarkophags
Die Arbeiten sollen rund vier Jahre dauern und in Zusammenarbeit mit französischen Unternehmen umgesetzt werden. Die Schutzhülle, die 2016 installiert wurde und eine Lebensdauer von 100 Jahren hat, war im Februar 2025 durch den Einschlag einer russischen Drohne beschädigt worden. Zwar konnte man die entstandene Öffnung provisorisch schließen, um das Eindringen von Niederschlag zu verhindern, doch gilt diese Lösung nur als Übergangsmaßnahme.
Nun sind umfassende Reparaturen geplant, um die Dichtheit der äußeren Hülle sowie wichtige Stahlkonstruktionen und Wartungssysteme wiederherzustellen. Beteiligt sind unter anderem die französischen Baukonzerne Bouygues und Vinci, die den Sarkophag ursprünglich im Rahmen eines internationalen Konsortiums errichtet hatten.
Ziel der Arbeiten ist es, Korrosion zu verhindern und die langfristige Schutzfunktion der Anlage sicherzustellen. Der Sarkophag umschließt den 1986 zerstörten Reaktor, in dem sich noch immer große Mengen hochradioaktiven Materials befinden. Nach Abschluss der Reparaturen sollen auch die instabilen Überreste der alten Betonkonstruktion schrittweise abgebaut werden.
Verwandte Artikel
- Dukovany-AKW soll bis zu 80 Jahre laufen
- SMRs – Ein alter Hut in Bayern?
- Finnland bereitet neues Atomgesetz vor: Schnellere Verfahren und neue Reaktortechnologien im Fokus
- Vorarlberg: Klares Zeichen gegen neue Atomkraftprojekte in der Schweiz
- Nukleare Renaissance oder finanzielles Fass ohne Boden?
- ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA