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TÜV Rheinland eröffnet Power Test Center Cologne für Hochleistungstechnologien

18.05.2026

Entwicklung und Prüfung von Batteriespeichern, Leistungselektronik sowie Komponenten für Energie- und Mobilitätsanwendungen

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Im neuen Power Test Center Cologne testen Fachleute von TÜV Rheinland unter anderem in Umweltsimulationskammern, wie ein Batteriespeichersystem auf extreme Temperaturschwankungen reagiert. © FRAITAG / TÜV Rheinland
TÜV Rheinland hat in Troisdorf bei Köln ein neues Prüflabor für industrielle Hochleistungstechnologien in Betrieb genommen. Das „Power Test Center Cologne“ ist auf die Entwicklung und Prüfung von Batteriespeichersystemen, Leistungselektronik sowie Komponenten für Energie- und Mobilitätsanwendungen spezialisiert. Damit stärkt das Unternehmen seine Testinfrastruktur für zentrale Zukunftstechnologien der Energiewende.

Das rund 800 Quadratmeter große Labor ist mit einem besonders leistungsstarken Transformator ausgestattet und ermöglicht Prüfungen mit Leistungen von bis zu einem Megawatt. Dadurch können auch besonders energieintensive Anwendungen unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden – von Batteriespeichern über Ladeinfrastruktur bis hin zu Hochleistungskomponenten für Industrie und Verkehr.
 

Ein neuer Schwerpunkt liegt zudem auf entwicklungsbegleitenden Tests. Hersteller können ihre Produkte parallel zu laufenden Entwicklungsprozessen prüfen und anpassen. Dadurch soll die Zeit bis zur Marktreife verkürzt und die Produktentwicklung effizienter gestaltet werden.
 

Tests für die Energiewende 

Im Zentrum der Prüfungen stehen Technologien, die für den Umbau des Energiesystems entscheidend sind. Dazu zählen insbesondere Batteriespeichersysteme, die etwa in Kombination mit Solar- oder Windkraftanlagen eingesetzt werden. Sie ermöglichen es, erneuerbare Energie zu speichern und bedarfsgerecht ins Netz einzuspeisen.
 

Auch Wechselrichter und weitere Leistungselektronik werden im neuen Labor getestet. Diese Komponenten sind notwendig, um erzeugten Gleichstrom aus Photovoltaikanlagen in netzfähigen Wechselstrom umzuwandeln.
 

Im Bereich der Hochleistungsladetechnik untersucht TÜV Rheinland zudem Bauteile für besonders anspruchsvolle Anwendungen wie Elektrobusse oder Elektrofähren. Diese Systeme arbeiten mit deutlich höheren Ladeleistungen als herkömmliche Ladesäulen und stellen entsprechend hohe Anforderungen an Sicherheit, Kühlung und Materialbelastung.
 

Simulation extremer Bedingungen 

Ein weiterer Bestandteil des neuen Testzentrums ist die Umweltsimulation. In speziellen Klimakammern wird geprüft, wie sich Batteriespeicher und andere Systeme unter extremen Temperaturen oder schnellen Temperaturschwankungen verhalten. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit der Technologien unter realen Einsatzbedingungen sicherzustellen.
 

Ausbau der internationalen Testinfrastruktur 

Das neue Labor in Deutschland ergänzt eine ähnliche Einrichtung, die TÜV Rheinland Ende 2025 in Mailand eröffnet hat – mit Fokus auf Anwendungen im Automobilbereich. Vorstandsvorsitzender Michael Fübi betont die strategische Bedeutung solcher Investitionen angesichts der fortschreitenden Elektrifizierung von Mobilität und Energiesystemen.
 

Mit dem neuen Standort nahe der Unternehmenszentrale will TÜV Rheinland gezielt Kundennähe schaffen und die Entwicklung neuer Technologien aktiv begleiten. Auch Standortleiter Roman Brück unterstreicht die Bedeutung des Zentrums: Ziel sei es, Hersteller dabei zu unterstützen, Hochleistungstechnologien schneller und sicherer zur Marktreife zu bringen.
 

Das Power Test Center Cologne soll damit zu einem wichtigen Baustein für die Entwicklung einer leistungsfähigen, sicheren und nachhaltigen Energieinfrastruktur werden.

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