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TTIP gefährdet die Qualität unserer Lebensmittel

07.11.2015

Europa droht mit Lebensmittel–Billigstprodukten minderer Qualität aus den USA überrollt zu werden

© STOP TTIP
© STOP TTIP
St. Pölten – „Es freut mich persönlich sehr, dass sich nun auch immer mehr maßgebliche Vertreter des Lebensmittelhandels und der lebensmittelerzeugenden Wirtschaft in den Kampf gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) einschalten und ihre berechtigten Bedenken in den politischen Entscheidungsprozess einbringen„, so Niederösterreichs oberste Konsumentenschützerin und verantwortliches Regierungsmitglied für die Lebensmittelkontrolle, LHStv. Mag. Karin Renner. So äußerte der Vorstandsvorsitzende der Supermarktkette SPAR Gerhard Drexel ja jüngst geharnischte Kritik an den Herstellungsmethoden und an der Qualität von amerikanischem Rindfleisch. Auch die Chefs der Molkerei Nöm und des Backwarenherstellers Ölz befürchten enorme Marktverzerrungen sowie eine Überschwemmung des österreichischen Marktes mit amerikanischen Billigstprodukten minderer Qualität.
„Das Freihandelsabkommen TTIP nutzt vor allem großen Konzernen. Besonders Österreichs Landwirtschaft weist überdurchschnittlich kleine und mittlere Betriebsgrößen auf, die Qualität der erzeugten Lebensmittel ist dabei ein wichtiger Verkaufsfaktor. TTIP gefährdet daher die Interessen der niederösterreichischen Konsumentinnen und Konsumenten, unserer Landwirte und unserer lebensmittelerzeugenden Wirtschaft existentiell. Erzeugung und Handel zum alleinigen Zweck der Profitmaximierung geht gerade im Bereich Landwirtschaft auf Kosten von Menschen und Umwelt. Zudem werden gerade jetzt wieder neue Pläne kolportiert, beispielsweise die Wasserversorgung der Städte und Gemeinden international ausschreiben zu müssen und damit auch internationale Konzerne im Heimmarkt leichter Fußfassen zu lassen. Das hätte auch zur Folge, dass diese Unternehmen unsere Wasserressourcen aufkaufen und damit auch eigene Geschäfte, die nicht im Interesse Österreichs sind, betreiben könnten. Das würde reichen von einer großflächigen kommerziellen Vermarktung reinsten Quellwassers bis hin zur Privatisierung der Trinkwasserversorger. Auch hier gilt ganz klar: Wehret den Anfängen!„, appelliert Renner an alle politischen Verantwortungsträger, weiterhin geeint und nachhaltig gegen TTIP aufzutreten.
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07.11.2015 | Autor*in: holler
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