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Tschernobyl: Brand am Sarkophag der Atomruine

14.02.2025

Ein Drohnenangriff hat einen Brand ausgelöst- die Radioaktivitätswerte sind nicht gestiegen.

Tschernobyl.jpg.jpg
© Rotes Kreuz
.Ein Drohnenangriff  heute Früh verursachte einen Brand in dem Gebäude, in dem sich die Überreste des bei der Tschernobyl-Katastrophe 1986 zerstörten Reaktors befinden.   Dieser Vorfall sei zutiefst beunruhigend und unterstreiche die fortdauernden Risiken für die nukleare Sicherheit während des militärischen Konflikts,  so Rafael Mariano Grossi, Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA).

Das vor Ort stationierte IAEA-Team, das die Explosion um 01:50 Uhr Ortszeit hörte und anschließend Rauch und Feuer  sehen konnte, wurde von der Ukraine darüber informiert, dass eine Drohne die neue Sicherheitsstruktur (New Safe Confinement, NSC) getroffen habe.  Diese Sicherheitsummantelung soll jede Freisetzung radioaktiver Substanzen aus dem beschädigten Reaktorblock 4 verhindern und ihn vor äußeren Gefahren schützen.

Innerhalb weniger Minuten trafen Feuerwehrleute und Fahrzeuge vor Ort ein, um den Brand zu löschen, der noch mehrere Stunden später mit Unterbrechungen zu sehen war.

Das IAEA-Team konnte einen Bruch in der Außenhülle des NSC feststellen, was auch die  ukrainische  Aufsichtsbehörde  bestätigte. Derzeit laufen Untersuchungen, um den Zustand der Innenhülle zu ermitteln.

Die Strahlenwerte innerhalb und außerhalb des NSC-Gebäudes blieben normal und stabil.  

Kurz nach der jüngsten Zunahme militärischer Aktivitäten in der Nähe des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja sagte Generaldirektor Grossi, dies zeige erneut, dass die nukleare Sicherheit ständig bedroht bleibe, solange der Konflikt andauere.

„Es gibt keinen Grund zur Selbstzufriedenheit, und die IAEA bleibt in höchster Alarmbereitschaft“, sagte er. „Ich fordere erneut maximale militärische Zurückhaltung rund um die Atomanlagen der Ukraine.“

Die IAEA wird weitere aktuelle Informationen zur Situation in Tschernobyl bereitstellen, sobald relevante Informationen verfügbar werden.

 
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht Russland für den Schaden verantwortlich. Von Seiten Russlands gibt es keine Stellungnahme.

 

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